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Charité BerlinTelemedizinische Versorgung von Covid-19-Patienten per Roboter

Im Rahmen der Corona-Pandemie übernimmt die Charité berlinweit die Belegung der Intensivbetten und die Versorgung der schwersten Fälle. Zusätzlich werden Patienten in anderen Kliniken der Region telemedizinisch mitbetreut. Derzeit finden bis zu 60 Visiten pro Tag statt, dabei sind 25 Visitenroboter im Einsatz.

Charité Campus Mitte
Charité

Charité Campus Mitte, Innere Medizin

Die intensivmedizinische Therapie ist für schwer kranke und beatmete Covid-19-Patienten von entscheidender Bedeutung. Die Behandlung ist medizinisch sehr anspruchsvoll und die Erfahrung der Intensivmediziner und Fachpflegekräfte spielt eine zentrale Rolle. Die Berliner Universitätsmedizin ist auf die Behandlung von schwersterkrankten Patienten mit akutem Lungenversagen spezialisiert.

Um für alle intensivpflichtigen Patienten einen hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten, unterstützen Charité-Experten die anderen Krankenhäuser per Tele-Visite bei der evidenzbasierten Therapie und tauschen sich mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten aus.

Audio- und Videoübertragung durch Visitenroboter Vita

Die sogenannte telemedizinische Intensivstation basiert auf dem Innovationsfondsprojekt Enhanced Recovery after Intensive Care (ERIC). Zu der Kommunikationsplattform gehört auch der Visitenroboter Vita für die Stationen vor Ort. Per Audio- und Video-Übertragung schalten sich die Charité-Experten zur gemeinsamen Visite dazu. „Die Vita kann mit der Kamera nahe an den Patienten heranfahren. Wir erarbeiten gemeinsam mit dem Behandlungsteam vor Ort Strategien und können im Bedarfsfall beraten und unterstützen“, erklärt Dr. Björn Weiß, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin und Koordinator des ERIC-Projekts. Dazu zählen beispielsweise die Anwendung der Bauchlage, die Einstellung des Beatmungsgerätes oder die Dosierung der Medikamente.

Unterstützung im Rahmen des Save-Konzepts

Zu Beginn der Pandemie hat die Charité ein Konzept zur Sicherstellung der akuten, intensivmedizinischen Versorgung im Epidemiefall Covid-19 entwickelt. Dieses beinhaltet die Steuerung der ITS-Betten in Berlin und die telemedizinische Mitbehandlung von Covid-19-Patienten in Berlin-Brandenburg. Die Steuerung der Intensivkapazitäten übernimmt die Charité als Level-1-Klinik koordinierend und beratend. Hier werden auch die schwersten Fälle behandelt.

Weitere 16 spezialisierte Level-2-Kliniken sind für die intensivmedizinische Versorgung von Covid-19-Patienten vorgesehen. Die 60 übrigen Berliner Notfallkrankenhäuser übernehmen als Level-3-Kliniken zunächst die intensivmedizinische Versorgung von Patienten, die nicht an Covid-19 erkrankt sind. Zusätzlich erfolgt die telemedizinische Mitbetreuung von ITS-Patienten in anderen Krankenhäusern in Berlin-Brandenburg.

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