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Digitale DokumentationVivantes ist nun auch an TK-Safe angebunden

Patientinnen und Patienten die bei der Techniker Krankenkasse (TK) versichert sind und in einem der Vivantes-Krankenhäuser in Berlin behandelt werden, können sich ab sofort ihre medizinischen Daten mit der elektronischen Gesundheitsakte TK-Safe auf das Smartphone laden.

TK-Safe
TK

Die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe der Techniker Krankenkasse.

Der bundesweit größte kommunale Krankenhauskonzern Vivantes ist jetzt auch an die elektronische Gesundheitsakte der Techniker Krankenkasse TK-Safe angebunden. TK-versicherte Patientinnen und Patienten, die an einem der neun Standorte von Vivantes in Berlin behandelt werden, können sich nun auf Wunsch ihre medizinischen Daten wie Entlassberichte, Laborbefunde oder Medikationspläne aufs Smartphone laden. Auch die Ergebnisse von Corona-Tests können direkt über die Akte abgerufen werden, sodass Versicherte ihr Ergebnis dokumentieren können. TK-Safe ist ein digitaler Tresor für Gesundheitsdaten, auf den ausschließlich die Patienten selbst über ihr Smartphone Zugriff haben.

Digitale Dokumentation ermöglicht Zusammenführung der Informationen

Bislang liegen die Daten der Patienten dezentral gespeichert an unterschiedlichen Stellen – etwa bei Krankenhäusern, in Arztpraxen und Krankenkassen. Eine digitale Akte ermöglicht es den Patienten, diese Daten an einem Ort zu bündeln und so ihre Gesundheitshistorie strukturiert und chronologisch abzulegen, um jederzeit darauf zugreifen zu können. „Mit dem Anschluss von TK-Safe an Vivantes können wir einen Blick in die Zukunft werfen, welche Vorteile die bundesweite elektronische Patientenakte ab 2021 für die Versorgung bietet“, so TK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Baas. „Durch das Zusammenführen der Informationen von Krankenhäusern und Krankenkassen und der eigenen Dokumente bauen sich Versicherte eine lebenslange Akte auf. Das hilft beispielsweise nach Klinikaufenthalten bei der ambulanten Weiterbehandlung."

Doppeluntersuchungen vermeiden und Wechselwirkungen aufdecken

Auch unnötige Doppeluntersuchungen und Wechselwirkungen von Medikamenten lassen sich vermeiden, wenn ein Patient seine vollständige medizinische Dokumentation vorlegen kann. „Wir haben im Jahr rund 40 000 Behandlungsfälle von TK-Versicherten, sodass wir mit dem Anschluss von TK-Safe an unsere Klinik-IT-Infrastruktur auch eine Verbesserung der Behandlungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten erreichen. In Notfällen stehen wichtige Informationen schneller zur Verfügung“, so Dr. Eibo Krahmer, Geschäftsführer Finanzen, Digitalisierung und Infrastruktur. „Vivantes geht mit der Einführung einer elektronischen Patientenakte einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung. Oberste Priorität hat für uns die Sicherheit der Daten und die Hoheit der Patientinnen und Patienten über ihre Daten.“

Bereits seit etwa zwei Jahren sind zum Beispiel auch 16 Häuser des Agaplesion-Konzerns und die Universitätsklinik RWTH Aachen mit der eGA der Techniker Krankenkasse vernetzt. Die St. Franziskus-Stiftung Münster ist seit rund einem Jahr an Board.

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