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Gesundheit und AlternVivantes und Charité unterstützen DUCAH-Forschungscenter

Die Berliner Charité, Vivantes und die DRK Kliniken Berlin beteiligen sich am neuen Forschungscenter “Digital Urban Center for Aging & Health", kurz DUCAH, das die Themen Gesundheit und Altern in einer digitalen und urbanen Gesellschaft erforschen und gestalten will.

Kreuzknoten
Peterschreiber.media/stock.adobe.com

Symbolfoto

DUCAH-Netzwerk
DUCAH

Netzwerk des „Digital Urban Center für Aging & Health“ (DUCAH)

Gemeinsam mit der Bundesregierung haben 21 Unternehmen das „Digital Urban Center für Aging & Health“, kurz DUCAH, gegründet. Die Bandbreite reicht von Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen über die Bundesärztekammer, Universitäten und Telekommunikationskonzerne bis hin zu Banken und Versicherungen. DUCAH soll Gesundheits-, Sozial-, Immobilien- sowie Finanz- und Digitalwirtschaft mit der Politik vernetzen.

Erste Forschungsvorhaben gibt es bereits. So soll unter anderem ein „Sturzerkennungs-Radar“ entwickelt werden, das mit unschädlichen niedrigschwelligen Radarstrahlen arbeitet und erkennt, wenn in einem Raum jemand gestürzt ist. Ein weiterer Ansatz ist die Entwicklung von Modellen mit Sozialrendite. Dabei geht es um die Frage, wie Unternehmen und Projekte aus der Gesundheits- und Pflegewirtschaft für Investoren interessant werden und sich so refinanzieren können.

Transfer von Innovation in die Praxis

Mit dem DUCAH werde an Lösungen gearbeitet, „die das Pflegepersonal entlasten, den Alltag der Patienten erleichtern, den Fachkräftemangel mindern, Diagnosen schneller und präziser machen, selbstbestimmtes Wohnen im gewohnten Umfeld auch im Alter erlauben und die vor allem zusammen mit den Menschen entwickelt werden“, erklärt DUCAH-Initiator Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, Direktor des Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (HIIG). Das große Ziel sei der Transfer von Innovation in die Praxis.

Die Neugründung ist ein Forschungscenter der Stiftung Internet und Gesellschaft in Verbindung mit HIIG und dem Einstein Center Digitale Zukunft (ECDF). Die Forschung finde jeweils am Ort des Geschehens von Gesundheit, Pflege und Altern statt – in Krankenhäusern sowie Stadt-und Pflegequartieren, betonen die Initiatoren. Dabei stehe der Mensch im Zentrum, sagt DUCAH-Mitinitiator Prof. Wolfgang Hünnekens, Honorar-Professor im Bereich digitaler Kommunikation an der Universität der Künste: „Unser Ziel ist die teilhabeorientierte Erprobung bestehender digital gestützter Innovationen im Quartiers-, Pflege- und Krankenhauseinsatz. Wie können Menschen auch im Alter noch selbstbestimmt leben? Das bedeutet Forschung, die auf Teilhabe der Senioren fokussiert ist.“

„Reallabor für die Beteiligten“

Erklärtes Ziel sei es Pflegekräfte, zu Pflegende, Angehörige sowie Ärztinnen und Ärzte mit digitalen Technologien zu unterstützen. „Der große Mehrwert des neuen Zentrums liegt in der Vernetzung von Anwendung und Forschung – also praktischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen“, erklärt Mitinitiator Prof. Dr. Dr. Felix Balzer, Professor für „E-Health and Shared Decision Allocation“ von ECDF und Charité: „So entstehen Prototypen mit vergleichender Begleitforschung, eine Art Reallabor für die Beteiligten.“ So beeinflussten Anwendungserfahrungen die Forschung, während Innovationen aus der Forschung im Gegenzug in die Praxis übertragen würden. Das DUCAH verfolge einen konkreten quartiersbezogenen Ansatz in Stadt und Land – „und keine Wissenschaft im Elfenbeinturm“.

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