Georg Thieme Verlag KG

Naturschutz120 000 Bienen für das Helios Klinikum Berlin-Buch

Das Helios Klinikum Berlin-Buch hat die Bienenpatenschaft für über 120 000 Insekten übernommen. Das Klinikum möchte mithilfe der Bienen die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere unterstützen.

Helios Bienenvölker
Thomas Oberländer

Ein neues Zuhause für rund 120 000 Bienen: Sechs Bienenstöcke sind an das Helios Klinikum Berlin-Buch gezogen.

Am Helios Klinikum Berlin-Buch stehen nun sechs Bienenstöcke mit aktuell rund 120 000 Bienen. Die sogenannten „Beuten“ wiegen ca. 30 Kilogramm und sind auf drei Europaletten aufgebaut. Der erste eigene Bucher Honig wird ab Mai 2022 erwartet. Die Bienen werden vom Imkerduo Suzann Pfeifer und Ralf Wionczeck von „Stadthonig Berlin“ betreut. Eingezogen ist die Bienenart „Carnica“, die auch Kärntner-Biene genannt wird. Sie gilt als eine der wichtigsten Honigbienen in Deutschland.

Suzann Pfeifer erkärt, dass Berlin ein gutes Zuhause für die Bienen sei. Die Blütenvielfalt in der Stadt sei größer, als Viele sich das vorstellen. Berlin besitze mehr als 40 Prozent Grünfläche und ein großer Vorteil der Stadt sei, dass die Pflanzen hier nicht flächendeckend gespritzt werden würden. „Spannend ist auch, dass im Stadthonig in der Regel keine Schadstoffe nachzuweisen sind. Die Bienen filtern diese heraus", ergänzt Pfeifer.

Bienen seien zudem essentiell für die Bestäubung von Pflanzen, für die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere, die Aufrechterhaltung der Nahrungskette und somit für die Balance unseres Ökosystems, betont Pfeifer. Man wisse, dass die Bestäubung der Pflanzen durch Bienen wesentlich effektiver sei und bessere Früchte hervorbringe, als wenn die Bestäubung anderweitig, zum Beispiel durch Menschen, erfolge.

Ralf Wionczeck ergänzt, dass niemand am Klinikum Angst haben müsse, von Bienen belästigt zu werden. Im Gegensatz zu Wespen würden Bienen in der Regel nicht durch süße Getränke oder Ähnliches an unsere Tische gelockt. Bienen bevorzugten Nektar und seien deshalb die gesamte Saison an blühenden Blumen und Bäumen zu finden. „Sollte dennoch die eine oder andere Biene auf der Terrasse der Cafeteria auftauchen, heißt es Ruhe zu bewahren und nicht hektisch herum zu wedeln. Bienen stechen nämlich nur, wenn sie sich selbst oder ihr Volk bedroht sehen", sagt Wionczeck.

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