Laut Verdi haben die rund 4.000 Krankenschwestern und Pfleger der Charité aktuell 120.000 Überstunden angesammelt, die sie nicht abbauen können. Die Gewerkschaft hat die Charité zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Nun sollen verbindliche Personal-Besetzungsschlüssel erzwungen werden, Streiks nicht ausgeschlossen, berichtet die Berliner "BZ".
Jeden Monat kämen laut Verdi pro Station 550 neue Überstunden hinzu. "Um diese abzubauen, sind 3,5 zusätzliche Vollkräfte auf jeder Station notwendig", sagt Verdi-Sprecher Andreas Splanemann der "BZ". "Während die stationären Patientenzahlen seit 2008 von 130.453 auf 139.142 gestiegen sind, wurde Pflegepersonal abgebaut." Charité-Sprecherin Stefanie Winde erklärte der Zeitung: "Ein flexibler, bedarfsgerechter Einsatz und notwendige Verstärkungen der Besetzung werden durch das Pflegemanagement gesteuert."


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