Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi hatten sich die Servicekräfte vor den Häusern in Friedrichshain und Neukölln versammelt und planten auch für diesen Mittwoch weitere Aktionen. Die Streikenden sind bei einer Service-Tochter des kommunalen Klinikkonzerns angestellt. Verdi fordert einen einheitlichen Tarifvertrag für die Beschäftigten der Tochtergesellschaft, die bisher nur zum Teil nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) entlohnt werden. Zu ihren Aufgaben gehört zum Beispiel die Sterilisierung von OP-Besteck. Eine Vivantes-Sprecherin erklärte, die Versorgung der Patienten sei während des Streiks über eine Notdienstvereinbarung gesichert.
Der Berliner Senat finanziere die öffentlichen Krankenhäuser unzureichend, kritisierte der gesundheitspolitische Sprecher der Linke-Fraktion, Wolfgang Albers. Bei Vivantes, das an diesem Donnerstag seine Bilanz für 2015 vorlegt, gebe es mehr als zehn Tochtergesellschaften. Sie dienten nur dem Zweck, mit der Ausgliederung des Personals bestehende Tarifverträge zu unterlaufen.
Nach Informationen des "Tagesspiegel" könnte Vivantes in diesem Monat auch noch ein Ausstand von Schwestern und Pflegern drohen, die zur Vivantes-Stammgesellschaft gehören. In der aktuellen Tarifrunde gehe es generell um den TVöD, schreibt die Zeitung. Im Fall eines Streiks könnten hunderte Behandlungen pro Tag ausfallen.


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