
Mit dem Ziel die vier Häuser der GeNo in Mitte, Ost, Nord und Links der Weser wirtschaftlich zu stabilisieren, sollen mehrere hundert Arbeitsplätze gestrichen werden. Der Personalabbau solle bis 2024 erfolgen und umfasse Arbeitsplätze im Umfang von 440 Vollzeitstellen, berichtet der Weser Kurier. Die vier Standorte des Bremer Klinikverbunds sollen erhalten bleiben. Erst am vergangenen Dienstag drang die Nachricht von den erneut hohen Verlusten der GeNo im Jahr 2020 an die Öffentlichkeit.
Nach Schätzungen des Weser Kuriers könne die Personalreduzierung zwischen 600 und 700 Arbeitnehmer treffen. Auf diese Zahlen kommt die Tageszeitung unter Berücksichtigung der aktuell rund 8000 Beschäftigten bei der GeNo, unter denen auch viele Teilzeitbeschäftigte seien. In einem internen Newsletter der GeNo hieß es, niemand müsse eine betriebsbedingte Kündigung befürchten, stattdessen werde beim Stellenabbau auf eine natürliche Fluktuation gesetzt. So sollen etwa frei werdende Stellen nicht neu besetzt und auslaufende Verträge nicht verlängert werden.
Einsparung von 44 Millionen Euro durch Personalabbau
Zudem sei für den 19. Februar eine gemeinsame Sitzung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats geplant. In diesem Rahmen solle ein Strategiepapier diskutiert werden, um den anstehenden Sanierungsprozess vorzubereiten. Einige Eckpunkte des Konzepts sind bereits an die Öffentlichkeit gedrungen. So soll die Vorsitzende der Geschäftsführung, Dorothea Dreizehnter, von einem Einsparvolumen von 44 Millionen Euro durch die Personalreduzierung ausgehen.
Pflegekräfte sollen von dem Stellenabbau verschont bleiben, treffen soll er vor allem Ärzte sowie Personal aus der Verwaltung und anderen nicht-medizinischen Bereichen. Hierzu gehöre auch die Großküche der GeNo. Künftig könnte etwa die Speiseversorgung, die derzeit an allen Standorten gesondert erfolgt, zentralisiert werden. Der Betriebsrat sieht den geplanten Stellenabbau kritisch und mahnt stattdessen zu strukturellen Veränderungen.
Die Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) sprach sich für die Pläne der GeNo aus. Der Personalabbau erfolge an gezielter Stelle. Angesichts der immer schwierigeren finanziellen Situation des Klinikverbunds müsse gehandelt werden.





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