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Jahresfehlbetrag 2021Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg 2,7 Millionen Euro im Minus

Der Jahresfehlbetrag 2021 des Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg liegt bei 2,7 Millionen Euro. Nach einer anfänglichen Verbesserung der wirtschaftlichen Ergebnisse konnten die Ziele 2021 nicht erreicht werden.

Gesellschafterversammlung Agaplesion Schaumburg
Agaplesion

v.l.n.r.: Jörg Farr (Landrat Landkreis Schaumburg), Marko Ellerhoff und Diana Fortmann (Geschäftsführung Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg), Jörg Marx (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender Agaplesion), Dr. Axel Rinne (Vorsitzender Stiftung Krankenhaus Bethel) und Bernd Hellmann (Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Schaumburger Klinikums).

Ebenso wie andere Krankenhäuser in Deutschland spürt auch das Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg die wirtschaftlichen Auswirkungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt. Die Pandemie hat das Klinikum besonders gefordert, so mussten zeitweise z. B. nicht dringend medizinisch notwendige Eingriffe zurückgestellt werden. Nachdem in den Jahren 2018 bis 2020 zwar Defizite in der Anlaufphase anfielen, aber eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Ergebnisse zu verzeichnen war, konnten die wirtschaftlichen Ziele im Jahr 2021 nicht erreicht werden.

Im Rahmen der Gesellschafterversammlung vom 5. Mai 2022, die aus Vertreter*innen der Agaplesion gAG (60 Prozent der Gesellschafteranteile), der Stiftung Krankenhaus Bethel (30 Prozent der Gesellschafteranteile) und dem Landkreis Schaumburg (10 Prozent der Gesellschafteranteile) besteht, wurde das vom Wirtschaftsprüfer testierte Ergebnis für das Berichtsjahr 2021 nun offiziell festgestellt. Der Jahresfehlbetrag für 2021 liegt nunmehr bei knapp 2,7 Millionen Euro.

Mögliche finanzielle Unterstützung wird diskutiert

Im Jahr 2020 sei es noch gut gelungen, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie gering zu halten. Das Jahr 2021hätte dann jedocheinen deutlichen Dämpfer in der wirtschaftlichen Entwicklung verpasst, so Marko Ellerhoff, Geschäftsführer am Klinikum. Durch die Corona-Pandemie sei die Krankenhausfinanzierung komplexer als je zuvor. Gerade Krankenhäuser, die sich in einer Wachstumsphase befinden, werden finanziell benachteiligt, erklärt Jörg Marx, Vorstand der Agaplesion gAG.

Landrat Jörg Farr erläutert: „Dem Landkreis ist die wirtschaftliche Lage des Klinikums bewusst. Das Schaumburger Klinikum hat während der Corona-Pandemie die stationäre Patient*innenversorgung der Bevölkerung sichergestellt und sollte trotz der derzeitigen unausgewogenen Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung nicht weiter unter wirtschaftlichen Druck geraten.“ Es werde derzeit zwischen den Gesellschaftern und natürlich auch in den politischen Gremien beraten, ob und gegebenenfalls wie eine finanzielle Unterstützung des Klinikums ausgestaltet werden könne.

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