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VorjahresvergleichQuartalsumsatz bei Mediclin um 18 Millionen Euro gestiegen

Bei der Mediclin AG liegt der Konzernumsatz des 1. Quartals 2022 mehr als 11 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Materialaufwand und Personalaufwendungen sind im Vergleich gestiegen, die Ausgaben für Investitionen gesunken.

Kreisdiagramm
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Symbolfoto

Bei der Mediclin AG setzte sich die im 2. Halbjahr 2021 begonnene kontinuierliche Verbesserung der Auslastung in den Reha-Kliniken trotz hoher Inzidenzen im 1. Quartal 2022 fort. Der Anstieg des Konzernumsatzes gegenüber dem 1. Quartal 2021 sei zwar unter dem Vorbehalt eines sehr schwachen Vorjahresquartals zu beurteilen, trotzdem gelte, dass die in den ersten Monaten des Berichtsjahres erzielten Umsatzerlöse positiv zu bewerten seien, kommentierte Tino Fritz, Finanzvorstand der Mediclin, die aktuelle Geschäftsentwicklung.

Weniger Investitionen, mehr Umsatz

Im 1. Quartal 2022 betrug der Konzernumsatz 174,2 Millionen Euro und lag um 17,8 Millionen Euro oder 11,4 Prozent über dem Wert des 1. Quartals 2021. Was die Aufwandsseite anbelangt, so lag der Materialaufwand um 5,3 Millionen Euro oder 18,6 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Mit plus 4 Millionen Euro waren die Aufwendungen für Energie und Laboruntersuchungen die größten Posten bei den gestiegenen Materialaufwendungen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich um 0,9 Millionen Euro oder 0,8 Prozent.

Die Investitionen betrugen im 1. Quartal 2022 brutto 3,8 Millionen Euro (Q1 2021: brutto 4,6 Millionen Euro). Zum 31. März 2022 betrugen die liquiden Mittel 117 Millionen Euro (31.12.2021: 119,5 Millionen Euro). Die liquiden Mittel beinhalten im Laufe des Jahres 2022 voraussichtlich zu leistende Rückzahlungen (Schutzschirmleistungen und gestundete Mieten) in Höhe von insgesamt rund 54,1 Millionen Euro. Weiterhin sind in den liquiden Mitteln rund 17,9 Millionen Euro Fördermittel für einen geplanten Klinikneubau enthalten.

Umsatzplus aufgrund steigender Nachfrage erwartet

Die vierte bzw. fünfte Welle mit hohen Inzidenzen wirkte sich – anders als im Vorjahr – nicht so stark auf die Auslastung in den Kliniken aus. Der Vorstand geht daher aktuell davon aus, dass die Pandemie auch in den beiden folgenden Quartalen keinen signifikanten nachteiligen Einfluss auf die Kapazitätsauslastung haben wird. Ergebnisbelastend werden die im Vorjahresvergleich wohl deutlich höheren Materialaufwendungen sein. Insbesondere die Energiekosten und die bezogenen Fremdleistungen aufgrund des Fachkräftemangels sind hier die Kostentreiber. Trotzdem geht Mediclin davon aus, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aufgrund der steigenden Nachfrage nach medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Leistungen zu einem Umsatz- und Ergebnisplus im Konzern führen wird, sofern die Auswirkungen und Folgen der Invasion Russlands in die Ukraine keine massiven anhaltenden negativen Konsequenzen für die konjunkturelle und wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland haben werden.

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