Das Unternehmen entstand erst Anfang 2010 durch die Überleitung des Eigenbetriebes Städtische Kliniken Frankfurt am Main, in dem die Immobilien sowie die (nicht passivierten) Pensionsverpflichtungen für die Beschäftigten blieben. Das Unternehmen in der Rechtsform einer GmbH betreibt ein Krankenhaus der Zentralversorgung mit 1.030 Planbetten. Die vorgelegten Zahlen zeigten, dass der Umsatz 2012 zwar um 3,6 Prozent auf 154 Millionen Euro gestiegen ist, allerdings erhöhten sich die Verluste auf allen Ebenen der Gewinn-und-Verlustrechnung: Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) betrug minus 3,6 nach minus 3,5 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) minus 8 Millionen. Nach Steuern und Zinsen war es ein Minus von 6,9 Millionen Euro und das Ergebnis vor Steuern (EBT) aufgrund eines positiven Finanzierungssaldos minus 7,9 nach Steuern minus 6,5 Millionen Euro. Aufgrund der Verluste – 2010 betrug das EBT minus 3,0 Millionen Euro – reduzierte sich das Eigenkapital von 25,5 Millionen Euro 2010 über 19,0 Millionen Euro 2011 auf nur noch 11,0 Millionen Euro im Jahre 2012.
Frankfurt übernimmt Kosten für Neubau
Dass diese Ertragsmisere nicht spurlos am Steuerzahler vorbeigehen kann, ist offensichtlich. So steht in dem Abschluss geschrieben, dass die Stadt Frankfurt als Gesellschafterin des Klinikums Frankfurt Höchst voraussichtlich eine Erhöhung des Stammkapitals vollziehen wird, um angesichts erwarteter neuerlicher Verluste eine drohende Überschuldung zu vermeiden. Darüber hinaus stellt die Stadt für den geplanten Neubau des Klinikums nach aktuellem Kenntnisstand 143,7 Millionen Euro bereit – 2011 war noch von 116 Millionen Euro die Rede. Die Klinikum muss für den Ersatzneubau mit dem Volumen von knapp 200 Millionen Euro keine Eigenmittel aufbringen. Die Planungen für den Neubau liegen derzeit allerdings auf Eis, da die Stadt Frankfurt und der Main-Taunus-Kreises derzeit über eine Fusion ihrer Kliniken Priorität verhandeln. Ziel ist es, bis Anfang 2015 eine strategische Dachgesellschaft und eine gemeinsame Servicegesellschaft zu gründen. Im Sinne des Steuerzahlers ist dann zu hoffen, dass sich die potenziellen Synergieeffekte realisieren, zumal auch die Kliniken des Main-Taunus-Kreises hochdefizitär sind: 2012 erzielten sie bei einem Umsatz beziehungsweise EBITDA von 93,5 beziehungsweise plus 2,6 Millionen Euro ein EBIT von minus 6,5 und ein EBT von minus 10,4 Millionen Euro.




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