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SalzlandkreisAmeos will 360 Mitarbeiter entlassen

Bei den Ameos-Kliniken im Salzlandkreis sollen 360 Arbeitsplätze gestrichen werden, berichtet der MDR Sachsen-Anhalt mit Berufung auf die Geschäftsleitung der Schweizer Betreibergesellschaft.

Am härtesten trifft es das Krankenhaus in Aschersleben. Dort sollen im nächsten Jahr 200 Stellen wegfallen. In Schönebeck und Bernburg zusammen sind weitere 160 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Gewerkschaft Verdi zeigte sich laut MDR Sachsen-Anhalt völlig überrascht und kritisierte das Vorhaben. Gewerkschaftssekretär Jens Berek sprach in Leipzig von einer "Weihnachtsüberraschung der besonders makaberen Art".
Querelen mit Verdi
Ameos hatte die vier Kliniken in Staßfurt, Schönebeck, Bernburg und Aschersleben im Frühjahr vom Salzlandkreis übernommen und zugesagt, bis Jahresende alle 1.800 Mitarbeiter zu behalten. Als Grund für die Aufkündigung der Zusage gibt Ameos laut MDR Sachsen-Anhalt die gescheiterten Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi über eine Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden an. Dies sei nicht gelungen, obwohl ein von Verdi gefordertes Gutachten die schlechte Finanzlage und den Personalüberhang bestätigt habe. Außerdem sind nach Angaben des Betreibers niedrigere Personalkosten und ein weiterentwickeltes medizinisches Angebot notwendig, um die Zukunft der Häuser im Salzlandkreis zu sichern.

Millionen-Minus auch in diesem Jahr

Die Kliniken im Salzlandkreis haben auch in diesem Jahr wieder ein Millionen-Minus angehäuft. Verluste in Höhe von 50 Millionen Euro waren im vergangenen Jahr der Hauptgrund, warum der Kreistag sich zu einer Privatisierung entschlossen hatte. In einem langwierigen Bieterwettstreit hatte sich Ameos dabei gegen den Mitbewerber Helios durchgesetzt.

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