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UKMDAufsichtsrat greift nach vermutlichem Datenmissbrauch durch

Der Aufsichtsrat der Uniklinik Magdeburg zieht nach dem aufgetretenen Datenleck Konsequenzen. Das bisherige Online-Verfahren zur Erlangung von Meldedaten wird vorläufig auf Eis gelegt.

Justizia
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Symbolfoto

Nachdem eine ehemalige Mitarbeiterin in Verdacht geriet, unerlaubt Daten aus dem Einwohnermeldeamt zu kriminellen Zwecken missbraucht zu haben, handelt der Aufsichtsrat des Universitätsklinikums Magdeburg. „Das bisherige Online-Verfahren zur Erlangung von Meldedaten wird ausgesetzt”, sagte ein Sprecher von Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Vorerst werde auf „Fax-Abfragen mit einem Vier-Augen-Prinzip zurückgegriffen”. Das habe der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Klinikumsvorstand am 29.11.2021 beschlossen. Diese Verfahrensweise soll bis zu „einer endgültigen rechtlichen Klärung der Vorfälle” angewendet werden.

Die Fax-Abfragen sollen zudem mit weiteren Sicherheitsbestimmungen gekoppelt werden, Einzelheiten werden kurzfristig mit dem Personalrat abgestimmt. Das gleiche Verfahren werde ähnlich auch am Universitätsklinikum Halle angewendet, teilte das Wissenschaftsministerium mit.

Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg halten derweil an. Laut Innenministerium gehen die Ermittlungsbehörden dem Verdacht nach, dass die Beschuldigte die Daten an Mitglieder der linken Szene weitergegeben hat, um andere Personen, welche sie der rechten Szene zuordnete, „ausfindig zu machen und zu schädigen”.

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