In einem Brief an den Aufsichtsrat hatten mehr als 20 Chefärzte der Uniklinik dem Ärztlichen Direktor Eckhard Nagel Vorteilsnahme im Amt vorgeworfen. Auf der Basis eines umfangreichen, unabhängigen Rechtsgutachtens erklärt der Aufsichtsrat, dass kein Fehlverhalten des Ärztlichen Direktors festzustellen ist.
In dem Brief vom April hieß es, die Chefärzte seien "mehrheitlich nicht länger willens und bereit" mit dem Ärztlichen Direktor zusammen zu arbeiten. Zu den Gründen nahmen sie in dem Brief nicht Stellung. Zum einen sollen die Chefärzte Nagel beschuldigt haben, den Fahrdienst der Klinik für private Zwecke genutzt zu haben. Außerdem sollen sie die Inbetriebnahme des Protenentherapiezentrums in Frage gestellt haben. Im April musste auch die kaufmännische Leiterin der Klinik, Barbara Schulte, gehen. Auch hier soll der Konflikt um die Protonenanlage eine Rolle gespielt haben.
Kritik üben die Gutachter am Compliance-Regelwerk der Uniklinik, das inhaltlich und systematisch verbesserungsfähig ist und zum Teil eindeutige Ausführungsbestimmungen vermissen lässt. Der Vorstand des Universitätsklinikums wird deshalb beauftragt, eine neue Compliance-Richtlinie zu erarbeiten.


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