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Klinikum Region HannoverAufsichtsrat wirft Geschäftsführer raus

Das Klinikum Region Hannover (KRH) hat zwei seiner drei Geschäftsführer vor die Tür gesetzt. Norbert Ohnesorg (Personal, Kommunikation) und Diethelm Hansen (Medizin) wurden auf Beschluss des Aufsichtsrats beurlaubt. Auslöser der Rauswurfs war offenbar der teilweise auch in den Medien offen ausgeführte Machtkampf zwischen beiden Geschäftsführern.

Die Sache ist auch deshalb pikant, weil Diethelm Hansen seinen Posten erst im vergangenen Oktober angetreten hatte. Nach kma-Informationen stimmte aber die Chemie zwischen Hansen und Ohnesorg von Beginn an nicht, weil es einen Streit um Zuständigkeiten gab. Wiederholt trugen beide Geschäftsführer ihre Differenzen in den Aufsichtsrat. So schilderte Hansen im Februar detailliiert das Zerwürfnis den Aufsichtsräten, was genüsslich von der lokalen Presse aufgegriffen wurde. Das Patt im Management lähmte den kriselnden Verbund, der erst im vergangenen Jahr vom Träger Region Hannover mit einer Finanzspritze von 75 Millionen vor einer möglichen Pleite bewahrt worden war.

Aufsichtsrat sucht Nachfolger

Um weiterhin eine Geschäftsführung sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat gleich gehandelt und Oliver Toben als Prokuristen bestellt. Thomas Moesta, bislang ärztlicher Direktor am Klinikum Siloah, wird für die Interimszeit die Geschäftsführung im medizinischen Bereich unterstützen. Auf der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates, die zwischen dem 21. und 23. Juli stattfinden wird, sollen dann nicht nur die Modalitäten für die Vertragsauflösung von Ohnesorg und Hansen geklärt werden, sondern auch über geeignete Nachfolger beraten werden. Der Aufsichtsrat hat bereits Übung darin, denn schon im vergangenen Jahr musste der KRH im Zuge einer Anklage sich eine nahezu komplett neue Geschäftsführung suchen.

KRH drohen hohe Abfindungszahlungen

Bislang schweigen sich alle Beteiligten über mögliche Nachfolger aus. Die Aufsichtsratsvorsitzende Andrea Fischer ließ aber bereits in der Lokalpresse verlauten, dass sie externe Bewerber bevorzugen würde. Bereits gesichert ist aber, dass der Rauswurf der beiden Geschäftsführer KRH wohl Millionen in Form von Abfindungszahlungen kosten wird.

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