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UK EssenBarbara Schulte offenbar am Protonentherapie-Zentrum gescheitert

Warum ist die Kaufmännische Direktorin Barbara Schulte am UK Essen vom Dienst suspendiert worden? Wie kma aus Branchenkreisen erfahren hat, soll sie sich mit dem Ärztlichen Direktor Eckhard Nagel über die Zukunft des Westdeutsche Protonentherapie-Zentrum (WPZ) uneinig gewesen sein.

Dies bestätigt auch ein Bericht der Tageszeitung WAZ. Wegen der prekären ökonomischen Lage des Universitätsklinikums habe Schulte es abgelehnt, weitere zehn Millionen Euro in das WPZ zu investieren. Das Zentrum galt lange als Vorzeigemodell im Gesundheitswesen für Public-Private-Partnership. 80 Millionen Euro waren zu Baubeginn veranschlagt, 120 Millionen Euro flossen laut WAZ in das Projekt, das vor zwei Jahren fertiggestellt werden sollte, aber noch immer nicht läuft. Die Einrichtung der Technik sei offenbar kompliziert, außerdem soll die Justierung der Bestrahlungsgeräte etwa doppelt so viel Zeit in Anspruch nehmen wie ursprünglich geplant.

Chefärzte wollen nicht mehr mit Eckhard Nagel zusammenarbeiten
Die Mitarbeiter des Klinikums hätten hinter Barbara Schulte gestanden, sagt ein Branchenexperte gegenüber kma. Unterdessen gerät der Ärztliche Direktor Eckhard Nagel immer stärker in die Kritik. Die Chefärzte haben in einem Brief an den Aufsichtsrat die weitere Zusammenarbeit mit Nagel abgelehnt. Darin heißt es nach WAZ-Berichten wörtlich: "Die Direktoren der Kliniken und Institute des Universitätsklinikums in Essen haben mehrheitlich beschlossen, dass sie nicht mehr bereit und willens sind, mit Herrn Professor Eckhard Nagel als ärztlichem Direktor zusammen zu arbeiten." Rund zwei Dutzend Chefärzte und Klinik-Direktoren sollen den Brief unterschrieben haben. Offenbar soll Nagel, der Mitglied im Deutschen Ethikrat ist, Fahrdienste der Klinik für private Zwecke genutzt und bei Dienstreisen nicht auf den Preis geschaut haben. Einige Chefärzte und Institutschefs bezweifeln gegenüber der WAZ, dass Nagel seinem Job an der Uniklinik gerecht wird: "Er ist maximal 30 Prozent der Zeit in Essen, ansonsten ist er unterwegs." Auch soll es wieder Diskussionen um sein Gehalt geben. Mit 540.000 Euro sei er der Spitzenverdiener der Uniklinik-Chefs in Nordrhein-Westfalen, berichtet die WAZ.

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