In einer am vergangenen Freitag veröffentlichten Stellungnahme hätten die Betriebsratsvorsitzende Margarete Wiemer und der Personalratsvorsitzende Stephan Morche Zweifel an den Empfehlungen der Unternehmensberatung KPMG angemeldet, berichtet das Blatt. Die Annahme der Wirtschaftsprüfer, dass sich die Kliniken durch Rationalisierungsmaßnahmen von 2018 an selbst tragen könnten, halten die Betriebsräte demnach wegen der bundespolitischen Rahmenbedingungen für unrealistisch. Zu befürchten seien "gravierende negative Auswirkungen für das Personal" sowie eine "Verschlechterung der Patientenversorgung". Es reiche nicht, "hochqualifiziertes medizinisches Wissen vorzuhalten, wenn nicht ausreichend Personal vorhanden ist, den Patienten zu pflegen und therapeutisch zu versorgen", zitiert die Zeitung aus der Erklärung.
Seit mehr als 1,5 Jahren ist die Fusion des Höchster Klinikums mit den MTK-Kliniken in Hofheim und Bad Soden. Grund sind die massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten aller Häuser, besonders aber des Klinikums in Höchst. Allein dort beliefen sich die Verluste zuletzt im zweistelligen Millionenbereich. Trotz der Kritik hält Frankfurts Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) an den Fusionsplänen fest. "Es gibt dazu keine Alternative", sagte sie im Gespräch mit der Frankfurter Neuen Presse. Heilig will nach eigenen Angaben das Höchster Klinikum in kommunaler Trägerschaft erhalten, und das ginge nur mit einer verstärkten Zusammenarbeit in der Region.




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