Die Situation sei ernst. "Aus eigener wirtschaftlicher Stärke heraus schafft die Geno es nicht", sagte Schulte-Sasse gegenüber dem "Weser-Kurier". Eine Privatisierung scheidet für ehemaligen Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium allerdings aus. "Das wäre nur dann wirklich ernsthaft zu diskutieren, wenn man von der Annahme ausginge, dass eine wirtschaftliche Stabilisierung der kommunalen Kliniken völlig aussichtslos wäre." Wie viel Geld genau der Bremer Klinikverbund benötige, wollte Schulte-Sasse nicht sagen.
Bremer haben wegen des Keim-Skandals das Vertrauen verloren
Zur finanziellen Schieflage sei es gekommen, weil die Geno bei der Eigenfinanzierung des Neubaus in Bremen-Mitte von einem Zuwachs an Patientenzahl ausgegangen sei. "Nicht zuletzt durch den Keim-Skandal hatten wir an einzelnen Standorten aber einen Einbruch der Patientenzahlen. Der Grund war ein gestörtes Vertrauen der Bevölkerung in die Leistungsfähigkeit. Dieses Vertrauen müssen wir wieder herstellen."
Hansen weiterhin auf der Gehaltsliste
Zurzeit laufen noch die die Verhandlungen zur Vertragsauflösung mit dem Ende Februar freigestellten Geno-Chef Diethelm Hansen. "Er erhält weiterhin das Gehalt, auf das er einen Rechtsanspruch hat", sagte Schulte-Sasse.


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