Um politisch mehr Einfluss zu nehmen, verstärken der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) und der Katholische Krankenhausverband Deutschland (KKVD) unter dem Signet Christliche Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) ihre gemeinsamen Aktivitäten. Jedes dritte deutsche Krankenhaus wird in konfessioneller Trägerschaft geführt. Auf der ersten gemeinsamen Jahrestagung in Berlin appelierten die Vorsitzenden von DEKV und KKVD, Manfred Witkowski und Theo Paul, an alle freigemeinnützigen Kliniken sich zu Verbünden zusammenzuschließen. Auch die auf der Jahrestagung vorgestellte Prognos-Studie "Krankenhauslandschaft 2020" unterstrich die Notwendigkeit, Zusammenschlüsse zu forcieren. Auf regionaler und lokaler Ebene gibt es bereits viele Verbünde. Zu Beginn des Jahres haben sich in Brandenburg zehn katholische und evangelische Krankenhäuser zu einem Verbund zusammengeschlossen. Der größte und bekannte Verbund ist die Agaplesion AG.
Für den Bereich der Aus- und Weiterbildungsförderung weist die Studie auf die Stärken der christlichen Krankenhäuser hin. "Schon heute bilden über zwei Drittel der kirchlichen Träger aus. Dagegen bildet nur jede fünfte private Klinik selbst aus", erklärt der CKiD. Laut einer aktuellen Studie von Price Waterhouse Coopers und WIFOR Institut werden bis 2030 bundesweit 165.000 Ärztinnen und Ärzte und 790.000 Fachkräfte im nicht ärztlichen Bereich zusätzlich benötigt. "Für uns wird es eine zentrale politische Aufgabe sein, die Diskussion um die Pflegereform und die Zukunft der Fachkräfte zu führen und mitzubestimmen", erklären Paul und Witkowski.
Unter dem Label CKiD vertreten DEKV und KKVD rund 640 Kliniken. Jedes dritte deutsche Krankenhaus wird in konfessioneller Trägerschaft geführt.


Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen