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Deutliche Lohnzuwächse am Uniklinikum Dresden

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich in dieser Woche nach intensiven Verhandlungen auf eine deutliche Erhöhung der Tabellenentgelte des nichtärztlichen Personals rückwirkend ab dem 1. Januar 2019 geeinigt.

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Unterteilt in drei Stufen summiert sich die durchschnittliche Tabellensteigerung auf über 7 bis 10 Prozent (zzgl. Pflegezulage von 120 Euro mtl.) während der 21 Monate Laufzeit. Hinzu kommen noch diverse Erhöhungen bei Zuschlägen und Zulagen, mit denen die besondere Belastung (Schichtarbeit) durch bestimmte Tätigkeiten und Arbeitszeiten honoriert wird. Zudem steigt der Urlaubsanspruch 2019 auf 30 Arbeitstage für alle Beschäftigten. Im Rahmen des aktuellen Abschlusses erhöhen sich auch die Vergütungen für Auszubildende und Pflichtpraktikanten und es wurde eine Vergütung für Auszubildende in der Physiotherapie eingeführt. Mit dem Verhandlungsergebnis, das noch unter Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Gremien steht, kann die Dresdner Hochschulmedizin ihre Position als attraktiver, moderner und zukunftsorientierter Arbeitgeber weiter stärken.

„Mit dem nun abgeschlossenen Haustarifvertrag für das nichtärztliche Personal bekennt sich das Universitätsklinikum weiterhin zu einer leistungsgerechten Bezahlung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums. „Die zum September dieses Jahres vereinbarte zweite Erhöhung führt dazu, dass das Uniklinikum auf das Gehaltsniveau der westdeutschen Uniklinika aufschließt. Damit hat das Uniklinikum eine Spitzenposition in den neuen Bundesländern.“ Die außerhalb der Tabellenentgelte vereinbarten Erhöhungen kommen insbesondere dem Teil der Belegschaft zugute, der durch zusätzliche Aufgaben oder bestimmte Dienste überdurchschnittlich stark belastet wird. So erhalten die Beschäftigten in der Pflege eine monatliche Zulage von 120 Euro und der Nachtzuschlag wird verdoppelt. Bei ständiger Wechselschichtarbeit gibt es ab 1. Januar 2020 zudem den Anspruch auf einen Tag mehr Zusatzurlaub.

Pflegeberuf wieder attraktiver gestalten

Im Bereich der Hebammen erfolgen eine höhere Bezahlung und zusätzlich eine Honorierung der Arbeit im Kreißsaal. „Um auch künftig die Spitzenmedizin bieten zu können, mit der wir uns Platz zwei in der Deutschen Krankenhauslandschaft sichern konnten, brauchen wir hochmotivierte wie leistungsbereite Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit dem jetzt vereinbarten Tarifabschluss sichern wir die Voraussetzung, um im harten Wettstreit um die besten Köpfe weiterhin gut bestehen zu können“, so Prof. Albrecht. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi Wolfgang Pieper hebt hervor, „dass es mit dem Abschluss gelungen ist, die Pflege höher zu bewerten und damit den Beruf attraktiver zu gestalten. Darüber hinaus konnte für Berufseinsteiger eine Erhöhung der Entgelte um 10,5 Prozent und für die unteren und mittleren Entgeltgruppen durch zwei Mindestbeträge von 80 und 70 Euro eine soziale Komponente und damit eine stärkere Erhöhung durchgesetzt werden.“

„Möglich ist dies nur durch die in den vergangenen Jahren geschaffenen effizienten Strukturen und die große Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies ermöglicht es uns, Erhöhungen in diesem Umfang zu vereinbaren“, sagt Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus. „Für die Auszubildenden und Praktikanten bleibt die Ausbildung im Uniklinikum attraktiv, da die Entgelte um zweimal 50 Euro erhöht wurden. Besonders wichtig für uns ist, dass wir erstmals einen Tarifvertrag für Auszubildende in der Physiotherapie durchgesetzt haben. Jetzt erhalten die Auszubildenden rückwirkend ab Januar eine Vergütung von mehr als 1000 Euro und gleiche Ausbildungsbedingungen, wie die übrigen Auszubildenden. Das zeigt: Gewerkschaft lohnt sich“, sagt Pieper von der Gewerkschaft Verdi.

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