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Klinikum HöchstDorothea Dreizehnter steigt in die Geschäftsführung ein

Die frühere Sana-Spitzenmanagerin Dorothea Dreizehnter soll neue Vorsitzende der Geschäftsführung des Klinikums Frankfurt Höchst werden. Das teilte die Gesundheitsverwaltung der Stadt Frankfurt am Main mit. Die Klinikmanagerin wird aller Voraussicht nach gemeinsam mit Tobias Kaltenbach die zukünftige Doppelspitze des neuen Klinikverbundes mit den MTK-Kliniken bilden.

Bis dahin soll Dreizehnter, die bis Ende Januar 2015 im Vorstand von Sana für das Ressort Medizin und Pflege verantwortlich war, gemeinsam mit dem amtierenden Geschäftsführer Thomas Steinmüller das Klinikum Frankfurt Höchst leiten. "Mit Frau Dr. Dreizehnter haben wir die Idealbesetzung für einen der schwierigsten Posten gefunden, der in Frankfurt zu vergeben ist", sagte Gesundheitsstadträtin Rosemarie Heilig (Grüne). Wann die Klinikmanagerin ihren Posten konkret antreten wird, ist derzeit noch unklar - auch weil noch die Zusatimmung des Aufsichtsrates aussteht, der am 25. Januar tagt. Dorothea Dreizehnter war für eine Stellungnahme leider nicht erreichbar.

Neuer Verbund kämpft mit Startschwierigkeiten
Mit der Besetzung will die Stadt Frankfurt offenbar ihre Position im laufenden Gründungsprozess der neuen Dachgesellschaft stärken, die den beschlossenen Verbund aus Main-Taunus-Kliniken (MTK) und dem Klinikum Frankfurt Höchst führen soll. Ursprünglich hatte der Verbund eigentlich zum 1. Januar 2016 seine Arbeit aufnehmen sollen. Allerdings wurde die neue Dachgesellschaft FMT GmbH wegen diverser Verzögerungen erst am 30. Dezember 2015 notariell eingetragen, der Eintrag ins Handelsregister steht offenbar unmittelbar bevor. Auch Personalfragen sind weiter ungeklärt - wie etwa im Aufsichtsrat, für den noch Mitglieder berufen werden müssen.

Als Geschäftsführer der neuen Dachgesellschaft wurden die beiden bislang amtierenden Geschäftsführer der jeweiligen Unternehmen eingetragen, Tobias Kaltenbach und Thomas Steinmüller. Um Steinmüllers Rolle in der Dachgesellschaft hatte es aber zuletzt in der Frankfurter Politik Diskussionen gegeben. Wie die "Frankfurter Neue Presse" berichtet, befürchten offenbar nicht wenige Kommunalpolitiker, dass der Höchster Klinikmanager, der ursprünglich aus der städtischen Verwaltung kommt, Kaltenbach als ehemaligen Chef des privaten Klinikkonzerns Asklepios nicht gewachsen ist. Steinmüller sagte dazu der Frankfurter Lokalzeitung nur, dass er sich sehr über die Verpflichtung Dreizehnters freue und er selbst dem Klinikum Höchst auch in Zukunft erhalten bleibe.

Schneller Rückzug bei Sana
Auf jeden Fall hätte Dreizehnter das Kaliber, um als Medizinische Geschäftsführerin mit Kaltenbach auf Augenhöhe zu agieren. Die 50 Jahre alte promovierte Internistin kennt sich mit Top-Positionen in der deutschen Kliniklandschaft aus. So war sie bei Sana seit 2013 dort zunächst Generalbevollmächtigte für die Region Nordrhein-Westfalen mit sechs Akutkrankenhäusern. Ein Jahr später rückte sie in den Vorstand des privaten Klinikonzerns  auf. Nach nur sieben Monaten schied sie dort Ende Januar 2015 jedoch wieder aus, weil es unterschiedliche Auffassungen zur künftigen Ausrichtung der Bereiche Medizin und Pflege gegeben haben soll.

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