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SonderinvestitionsprogrammEine Milliarde Euro zusätzlich für Universitätskliniken in NRW

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen stellt den Universitätskliniken im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie eine Milliarde Euro zusätzlich zur Verfügung. Das UKM hat seinen Teil bereits für Umbau und IT verplant.

Unfallchirurgie Universitätsklinikum Münster
Universitätsklinikum Münster

Das Gebäude der Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Münster.

Mit den zusätzlichen Geldern sollen notwendige Investitionen in der Hochschulmedizin getätigt, Patientinnen und Patienten eine bestmögliche Behandlung im Bereich der Spitzenmedizin ermöglicht und die Unikliniken technisch und baulich fit für die Zukunft gemacht werden. Die Mittel stammen aus dem NRW-Sonderprogramm für die Universitätskliniken, das Teil des umfassenden Konjunkturprogramms der Landesregierung ist.

Die Universitätsmedizin Münster (UKM) bekommt davon etwa 150 Millionen Euro für ihre Großprojekte. Das UKM wird die zusätzlichen Finanzmittel vor allem in die dringliche Innensanierung der Türme stecken, heißt es vom Kaufmännischen Direktor und stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Dr. Christoph Hoppenheit: „Das liegt uns schon sehr lange am Herzen und es ist wirklich das dringlichste Projekt, damit wir hier eine optimale Patientenversorgung garantieren können.“ Innerhalb von dreieinhalb Jahren wird der Turm Ost saniert. Noch sportlicher ist das zweite große Ziel: innerhalb von nur 12 Monaten soll eine hochmoderne Infektionsstation für mindestens 12 Patienten, möglicherweise bis zu 24 Patienten entstehen. „Corona ist noch längst nicht überstanden und es ist unabdingbar, bestmöglich auf weitere Pandemien vorbereitet zu sein“, so der Ärztliche Direktor Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hugo Van Aken.

Wichtig ist laut dem Kaufmännischen Direktor vor allem aber auch die IT-Sicherheit. Zehn Millionen Euro werden deshalb in Projekte zur Optimierung der IT-Sicherheit fließen: „Wir sind hier am UKM sehr gut aufgestellt, was dieses Thema anbelangt, aber wir freuen uns, dass die Landespolitik festgestellt hat, dass die Hochschulmedizin im Bereich IT sehr vulnerabel ist – das Beispiel Düsseldorf ist vielleicht vielen bekannt. Wir haben hier ein gutes Niveau – können und müssen aber weiter optimieren, denn die Bedrohung hört ja nicht auf. Mit der Unterstützung jetzt kann die Universitätsmedizin Münster die Herausforderungen auf allen Ebenen sicherlich gut meistern.“

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