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Entwicklung und Neubau der Berliner Charité kosten 1,4 Milliarden Euro

Die Berliner Charité wächst mit enormer Geschwindigkeit und verzeichnet einen höheren Investitionsbedarf als bisher gedacht.

Foto: Charité/Wiebke Peitz

Charité Campus Mitte

Senat und Charité-Aufsichtsrat schätzen den Investitionsbedarf an den Standorten Mitte, Wedding und Steglitz auf 1,43 Milliarden Euro, heißt es in der Berliner Morgenpost. Die Universitätsklinik entwickelt sich auf vielen Feldern besser als in früheren Planungen angenommen. Davon sind eine Milliarde Euro noch nicht im derzeit beratenen Doppelhaushalt 2018/2019, in der bis 2021 reichenden Finanzplanung realisiert. 

Für das Universitätsklinikum sind 22 größere Neubauten und Sanierungen geplant, die der Senat im aktualisierten Gesamtentwicklungsplan aufgelistet hat. Dafür müsste die Stadt Berlin der Charité bis zum Jahr 2030 jährlich 90 Millionen Euro überweisen. Wissenschats-Staatsseketär Steffen Krach (SPD) äußerte sich folgendermaßen: "100 Millionen Euro pro Jahr zu verbauen, ist schon ziemlich ambitioniert".

Der Senat billigte der Charité im Krankenhausplan 300 zusätzliche Betten zu, damit steigt die Anzahl der Betten auf rund 3000. 2016 wurden ca. 139 000 Patienten stationär und fast 700 000 ambulant behandelt, deutlich mehr als im Jahr davor. Des Weiteren lernen fast 7000 Studierende an der Uniklinik. Um dafür die entsprechende Fläche zu bieten, sollen neue Gebäude von insgesamt 70 000 Quadrametern Fläche gebaut werden. Außerdem soll ein Fünftel der Flächen saniert werden. 

Der Senat setzt auf den Bund, um die laufenden Kosten der Patientenversorgung zu tragen. Allein der neue Tarifvertrag, der mehr Pflegekräfte pro Station vorsieht, kostet die Charité zwölf Millionen Euro mehr im Jahr. Sollte die Charité, wie vom Senat beschlossen, die Anteile der Dienstleistungstochter CFM zurückkaufen und die Löhne der Mitarbeiter angeben, würde dies noch einmal mehr als vier Millionen Euro kosten. Charité Chef Karl Max Einhäupl muss an dieser Stelle scharf kalkulieren, um rote Zahle zu vermeiden.

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