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CoronavirusErmittlungen nach vermutetem Diebstahl von Schutzmasken

Beim Versuch, sich vor Corona zu schützen, greifen manche Menschen zu rabiaten Mitteln: In Niedersachsen geht die Polizei einem mutmaßlichen Diebstahl von 1200 Mundschutzmasken aus einer Klinik nach, in Nordrhein-Westfalen ermittelt sie im Falle gestohlener Desinfektionsflaschen. 

Symbolfoto
Foto: Pixabay

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In einer Klinik in Sulingen (Kreis Diepholz, Niedersachsen) sei bei einer Überprüfung aufgefallen, dass 20 Packungen Atemschutzmasken fehlten. Daraufhin sei der Vorfall als Diebstahl angezeigt worden. Ermittlungsergebnisse gebe es aber noch nicht, sagte ein Polizeisprecher. Als Tatzeit werde Mittwoch oder Donnerstag vergangener Woche vermutet. Die Pakete verschwanden demnach aus einem Lagerraum in Nähe des Operationssaals. Der Bereich sei nicht allgemein zugänglich.

Die Mundschutzmasken für OP-Personal haben im Normalfall nur einen Wert von wenigen Cent. Angesichts des grassierenden neuartigen Corona-Virus sind aber Desinfektions- und Schutzmittel vielerorts ausverkauft.

Ähnliche Delikte auch andernorts in Deutschland

In Nordrhein-Westfalen wurden aus Krankenhäusern bereits Desinfektionsflaschen aus den öffentlichen Spendern geklaut. Das komme vereinzelt vor, berichtete ein Sprecher der drei Malteser-Krankenhäuser am Niederrhein am Montag in Duisburg. Der Zusammenhang mit dem Coronavirus sei offensichtlich. Desinfektionsmittel sind derzeit knapp. In vielen Apotheken und beim Großhändler sind sie vergriffen.

Nach Angaben des Sprechers hängen die Flaschen mit der schützenden Flüssigkeit gegen unerwünschte Keime unter anderem in Krankenzimmern, auf Fluren und am Eingang. Es seien sicher über hundert Flaschen pro Krankenhaus. Die „Rheinische Post“ hatte zuvor berichtet.

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