Die Tochter der Familie war Anfang 2006 mit einer Lungenentzündung ins Klinikum eingeliefert worden, eine Blutvergiftung kam dazu. Die Ärzte bekamen die massiven Beschwerden nicht in den Griff. Eine Woche nach ihrer Einlieferung war die Frau tot.
Die Eltern stellten gegen den Klinikdirektor Strafanzeige wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Die Ermittlungen wurden mehrmals eingestellt und wieder aufgenommen, dann beschritten die Eltern den Privatklageweg, scheiterten aber jetzt vor dem Landgericht.
Sie argumentierten, dass ihre Tochter zu spät mit einem Antibiotikum behandelt worden sei und deshalb starb. Die Richter beurteilten den Fall anders und kamen zu dem Ergebnis, dass den behandelnden Ärzten kein grober Fehler vorgeworfen werden konnte. In einem Punkt allerdings schüttelten sie fassungslos den Kopf und sprachen den Eltern 10.000 Euro Schmerzensgeld zu. Die Obduktion der Leiche und die Entnahme von Organen und Organteilen war rechtswidrig, urteilten sie.
Wo sind die Organe verblieben? Das Klinikum Ingolstadt hat den Eltern mitgeteilt, dass sie in München bei der Rechtsmedizin liegen. Von dort kam jedoch die Antwort, dass sie bereits wieder an das Klinikum zurückgegeben worden seien, berichtet die "Münchener Abendzeitung".


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