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UKGMFrühchen infiziert sich in Marburg mit Keim und stirbt

Zwei winzige Babys kommen in Marburg zur Welt. Sie infizieren sich im Krankenhaus mit einem Keim, eines stirbt. Wie die Infektion geschah, ist noch unklar.

Ein mit einem Keim infiziertes Frühchen ist an der Universitätsklinik in Marburg gestorben. Die genaue Todesursache sei allerdings noch unklar, teilte die Klinik am Montag mit. Der Erreger sei auch bei dem Geschwisterkind festgestellt worden, das sich aber erholen konnte. Die Zwillinge waren sehr früh mit einem Geburtsgewicht von jeweils unter 500 Gramm zur Welt gekommen. Nach Angaben der Klinik handelt es sich bei dem Erreger um "Klebsiella oxytoca", einem verbreiteten, nicht meldepflichtigen Darmkeim. "Es ist kein multiresistenter Krankenhauskeim", sagte der ärztliche Geschäftsführer Jochen Werner. Wie sich die beiden Babys ansteckten, sei noch unklar. Der Erreger wurde bei den anderen Neugeborenen der Station nicht nachgewiesen.

Die Zwillinge litten nach Angaben der Klinik an einer Sepsis, dabei sei der Erreger festgestellt worden. Das Kind starb demnach am 31. März. Die Mitarbeiter der betroffenen Station seien untersucht und bei einigen der Erreger auch festgestellt worden. Es müsse aber noch geklärt werden, ob es sich um den selben Typus des Keims handele. Ob sich die Kinder dadurch infizierten, sei ebenfalls unklar, erklärte Werner. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes im Kreis Marburg-Biedenkopf erklärte, dass mehrere Übertragungswege denkbar seien. Er sehe derzeit keinen Fehler beim Uni-Klinikum. Nach Angaben des Krankenhauses stehen noch weitere Untersuchungsergebnisse aus, die in den kommenden Tagen erwartet werden.

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