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Paracelsus-Klinik OsnabrückGamma-Kamera klemmt Patientin ein – tot

Eine 77-jährige Patientin ist bei einer Untersuchung in der Osnabrücker Paracelsus-Klinik ums Leben gekommen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) berichtet, war die Frau von einer Gamma-Kamera eingequetscht worden, nachdem eine Haltekette gerissen war.

Zunächst war von einem Unfall bei einer klassischen MRT-Untersuchung die Rede gewesen. Klinik-Sprecherin Simone Hoffmann korrigierte inzwischen gegenüber der "Noz" diese Angaben. Danach passierte der Unfall in der Nuklearmedizin der Klinik nicht in einer MRT-Röhre, sondern mit einer Langzeitkamera, die über dem Patienten hängt. Bei unter einer Untersuchung am 21. Januar sei eine Kette, die als Zughilfe diente, aus bislang unbekannten Gründen gerissen, so einer Sprecher der Osnabrücker Staatsanwaltschaft gegenüber der Zeitung. In der Folge habe sich die Kamera auf die Patientin abgesenkt und diese eingeklemmt. Sie verstarb drei Tage später. Nun soll Obduktion klären, ob der Unfall dafür verantwortlich ist.

Die Staatsanwaltschaft leitete inzwischen Ermittlungen wegen des Verdacht der fahrlässigen Tötung ein. Erste Untersuchungen eines Gutachters deuten auf einen technischen Defekt hin, Indizien für Fehler des Klinikpersonals gibt es bislang nicht, heißt es seitens der Staatsanwaltschaft. Das endgültige Gutachten zu den Umständen des tödlichen Unfalls soll nächste Woche vorliegen.

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