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Klinikum FriedrichshafenGeschäftsführer bezeichnet Zwang zur MVZ-Eröffnung als Schikane

Klinikum-Geschäftsführer Johannes Weindel bezeichnet es als „Schikane der kassenärztlichen Vereinigung”, dass das Klinikum Friedrichshafen ein neues Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) und damit auch eine neue Gesellschaft gründen muss.

Das berichtet die "Schwäbische Zeitung". Der Gemeinderat Friedrichshafens hat der Gründung bereits zugestimmt. Die Stadtverwaltung begründet die Entscheidung mti der Auslastung des bereits seit 2007 bestehenden MVZ im Ärztehaus der Klinik.

"Faktisch steckt aber die Entscheidungspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung dahinter. Die wegen Platzmangels jetzt erforderliche Erweiterung ist nur an einem neuen Standort möglich, weil im Ärztehaus kein Platz mehr ist. Die Kassenärztliche Vereinigung macht das Ein-Tresen-Prinzip zur Bedingung für ein Medizinisches Versorgungszentrum", schreibt die Zeitung. Da aber eine weitere Praxis im Klinikum und nicht mehr im Ärztehaus Platz finden würde, und das Klinikum zwei Häuser weiter eine andere Hausnummer hat, verbietet die Kassenärztliche Vereinigung die Aufnahme ins schon bestehende MVZ.

Dass alle in einem Versorgungszentrum integrierten Kassenärzte am selben Standort und unter derselben Adresse geführt werden müssen, bezeichnet Klinikum-Geschäftsführer Johannes Weindel am Rande der Ratssitzung als "Schikane". Nur deswegen müsse faktisch eine neue Gesellschaft gegründet werden.

Das Klinikum am Bodensee verfügt über 370 Betten in der Akutversorgung und 28 Betten in der Geriatrischen Rehabilitation.

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