Der Mann muss sich im nächsten Jahr in einem Prozess wegen Untreue verantworten, berichtet die "Westdeutsche Zeitung". Der 67-Jährige soll für einen Schaden in Höhe von 675.000 Euro verantwortlich sein, der bei der Bauvergabe des OP-Zentrums entstanden ist. Demnach war ein Krefelder Architekturbüro begünstigt worden, das nach einer gerichtlichen Entscheidung eigentlich bereits aus dem Rennen war. Ein unterlegenes Planungsbüro hatte anschließend einen entgangenen Gewinn von 675.000 Euro vor Gericht geltend gemacht und Recht bekommen: Die städtische Gesellschaft musste daraufhin Schadenersatz in dieser Höhe zahlen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte ab 2006 — ein Jahr nach Inbetriebnahme des OP-Zentrums — gegen drei Beteiligte und hat im November 2010 Anklage gegen sie erhoben, so die "Westdeutsche Zeitung". Alle beteuerten ihre Unschuld, doch nur gegen zwei sind im September die Verfahren eingestellt worden: Ein Krefelder Architekt und ein Berater aus München, der die Vergabe empfohlen hatte, zahlten Geldbußen von je 7.500 Euro. Der frühere Geschäftsführer hingegen ist fest von seiner Unschuld überzeugt. Er wollte der Einstellung gegen eine Geldzahlung nicht zustimmen. Es werden vermutlich mehrere Verhandlungstage angesetzt. Termine gibt es noch nicht, aber vermutlich wird das Verfahren im ersten Quartal 2013 vor der vierten großen Strafkammer des Landgerichts Krefeld verhandelt, heißt es in der Zeitung.
Das Krefelder Klinikum wurde 2007 vom Klinikkonzern Helios gekauft und heißt mittlerweile Helios Klinikum Krefeld.


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