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Geschäftsführung will Klinik in Eutin sanieren und Inselklinik Fehmarn schließen

Im Rahmen der Gesundheitskonferenz des Kreises Ostholstein hat sich Florian Glück, Geschäftsführer der Sana Kliniken Ostholstein GmbH, zum Krankenhausstandort Eutin und zur Inselklinik Fehmarn geäußert. „Sana bekennt sich zum Standort Eutin, und wir wollen das Klinikgebäude sanieren", sagte er.

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„Die nochmalige Überprüfung der ersten Analysen, in denen die beiden Szenarien Neubau oder Sanierung gegeneinander abgewogen wurden, hat gezeigt, dass eine Sanierung im Bestand mit einem ergänzenden Anbau eine sinnvolle und zudem realisierbare Variante ist", so Glück weiter.

Er bat um Verständnis dafür, dass er zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Details zur Ausgestaltung der Sanierungsplanungen nennen könne. „Wir befinden uns noch in der Grobkonzeption, die in den nächsten Schritten gemeinsam mit den Ärzten immer weiter konkretisiert und mit dem Ministerium abgestimmt werden wird.“ Wie der Geschäftsführer jedoch erklärte, würden die ursprünglich im Raum stehenden Summen für einen Neubau von den Kosten einer Sanierung deutlich unterboten werden. Ein Neubau müsste zudem auf einem neuen, noch zu erschließendem Grundstück erfolgen. Das vorhandene Klinikareal zeichne sich indes durch seine zentrale Lage und seine gute Infrastruktur aus.

Sanierung nur im laufenden Betrieb

Florian Glück bekräftigte jedoch auch, dass eine Sanierung nur im laufenden Betrieb erfolgen könne, was natürlich mit  gewissen Einschränkungen für Patienten und Mitarbeiter einhergehen werde. „Um diese so gering wie möglich zu halten, werden wir unser Bestandsgebäude um ein Nebengebäude erweitern. Dieser Schritt lässt uns während der umfangreichen Sanierungsarbeiten handlungsfähig bleiben, und nach deren Abschluss können wir den Anbau als dauerhafte räumliche Erweiterung unserer klinischen Strukturen nutzen“, so Florian Glück.  

Das IGES-Gutachten empfiehlt weiter, die Krankenhausversorgung in der Region Ostholstein deutlich zu konzentrieren. Dies solle, unter anderem, durch eine stärkere, trägerübergreifende Schwerpunktbildung geschehen. Dem in der Folge von Minister Dr. Heiner Garg geäußerten Wunsch, trägerübergreifend moderne medizinische Versorgungskonzepte zu erarbeiten, die dauerhaft die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Kreis Ostholstein sichert, nähme man daher gern an, wie Glück betonte. „Die Sanierung des Gebäudes ermöglicht es, diese auch baulich in der Gesamtkonzeption zu berücksichtigen“, so der Geschäftsführer weiter. Im Sinne des Versorgungsauftrages betonte Glück daher, dass man für Gespräche mit anderen Gesundheitspartnern in der Region bereitstehe: „Wir möchten uns gerne mit den anderen Trägern zusammensetzen, um über die Versorgung in der Region nachzudenken und diese dann auch zu gestalten.“

Inselklinik Fehmarn soll geschlossen werden

Das Gutachten kam weiter zu dem Ergebnis, dass die Inselklinik Fehmarn, die ebenfalls Teil der Sana Kliniken Ostholstein ist, durch ein ambulantes Versorgungsangebot ersetzt werden solle. Sana sei daher bereit, sich mit allen Beteiligten zu neuen Versorgungsformen auszutauschen, so Glück.

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Eutiner Klinikgebäude, das 2004 von Sana übernommen wurde, sind nötig, da es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Wasserschäden gekommen war, die die Bausubstanz stark angegriffen haben. Infolgedessen mussten einige Bereiche der Klinik immer wieder temporär oder dauerhaft geschlossen werden. Das ehemals kommunale Klinikum wurde von einem Generalunternehmer, der vielerorts Baumaterialien von minderer Qualität verwendet und diese zudem teils unsachgemäß verbaut hatte, errichtet und im Jahr 2002 eröffnet. Da die Gewährleistungsfrist für die diversen Baumängel jedoch mittlerweile verstrichen ist, kann dieser nicht mehr herangezogen werden.

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