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ÜbernahmeGibt es geheime Verhandlungen zwischen Sana und GK Mittelrhein?

Gerüchten zufolge steht die Übernahme des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein durch Sana zur Diskussion. Ein Pflegebeauftragter der Gewerkschaft Verdi will die Information aus zwei nicht näher genannten Quellen erhalten haben.

Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein
Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein

Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein

Der Verdi-Pflegebeauftragte für Rheinland-Pfalz und Saarland, Michael Quetting, soll aus zwei Quellen informiert worden sein, dass die Sana Klinken mutmaßlich kurz davorstehen, die Mehrheit des Gemeinschaftsklinikums zu übernehmen. Zu diesem Zwecke sollen angeblich seit Wochen Geheimgespräche zwischen den kirchlichen Stiftungen und Sana-Vertretern erfolgt sein. Ziel sei es, die Anteile der Stiftung zu übernehmen.

Unter vorgehaltener Hand werde von enormen finanziellen Schwierigkeiten gesprochen, erklärt Verdi in einer Mitteilung von vergangenem Freitag. Zahlen und Fakten drängen nicht an die Öffentlichkeit. „Es soll eine Deckungslücke von über 7 Millionen Euro geben. Nachdem funktionierende Strukturen zerschlagen wurden, Outsourcing und Tarifflucht in Service GmbHs erfolgt sind, ist jetzt sogar von der Schließung zweier Standorte die Rede“, zitiert die Gewerkschaft Quetting. In dieser Notlage erscheine den Verantwortlichen Sana als Retter, um eine Insolvenz abzuwenden. Angeblich werde dabei von Beschäftigten die Vermutung geäußert, die finanzielle Notlage sei bewusst erzeugt worden, um das Klinikum einem privaten Klinikkonzern zu vermachen.

Laut Quetting sei nach seinen Informationen beabsichtigt, dass Sana noch im Juni durch die kommunalen Gremien (also dem Koblenzer Stadtrat und dem Kreistag Mayen-Koblenz) den Vertrag der Geschäftsführung verlängert bekommen soll. Der private Konzern verlange dafür die Zusicherung, zu einem späteren Zeitpunkt die Mehrheit des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein übernehmen zu können. So soll dann Sana 51 Prozent am Gemeinschaftsklinikum halten.

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