"Für die Patienten, aber auch die extrem belasteten Beschäftigten, ist die Situation mit Betten auf den Fluren zurzeit wirklich nicht schön", bestätigte Bernd Krämer, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein, einen Bericht des "Flensburger Tageblatts". Betroffen seien unter anderem das Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster, die Städtische Klinik Kiel und die Kliniken in Rendsburg und Itzehoe. Es handle sich meist um Krankenhäuser zur Schwerpunktversorgung, also große Zentren. Auch das Universitätsklikum Schleswig-Holstein in Kiel muss immer wieder Betten in die Flure verlegen.
"Wir stehen vor einem Rätsel", sagte Krämer. "Ein solches Ausmaß haben wir so noch nicht erlebt." Eine Influenza-Welle sei nicht der Grund, vielmehr handle es sich um internistische Notfälle. Generell komme Schleswig-Holstein mit seinen Kapazitäten an Krankenhausbetten hin, auch wenn mit 56,4 Betten pro 10 000 Einwohner das Angebot niedriger sei als im Bundesdurchschnitt mit 61,4 Betten. Krämer geht davon aus, dass sich die Belegung in den nächsten Wochen normalisieren wird. Wegen der demografischen Entwicklung stünden die Krankenhäuser vor der Frage, Geburten-Kapazitäten abzubauen und mehr Betten für alte Menschen zu schaffen.


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