Zugleich müsse sich das Wissenschaftsministerium in angebliche Verhandlungen zur Sicherung der Partikeltherapie einschalten, forderte die Oppositionspartei. Hersteller Siemens, der den Mietvertrag bereits vor einigen Wochen gekündigt hatte, reichte wie erwartet den Antrag zum Abbau der Anlage beim Umweltministerium ein. Als Betreiberin des privatisierten Uniklinikums Gießen-Marburg hatte sich das Rhön-Klinikum verpflichtet, die Anlage bis Ende 2013 in Betrieb zu nehmen.
Im Landtag hatte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) im Juli gesagt, man wolle ab 2014 Patienten in der Anlage behandeln lassen. Dazu gebe es Gespräche. Siemens hatte bereits 2011 den Ausstieg aus dem Projekt beschlossen und die Anlage von Rhön zurückgekauft.
Drei Tage nach der Landtagswahl hätten sich die vollmundigen Erklärungen der Ministerin "in Luft aufgelöst", kritisierte der Grünen-Abgeordnete Daniel May. Die Partikeltherapie, die es bisher nur in Heidelberg gibt, sollte zum Aushängeschild des 2006 privatisierten Klinikums werden.


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