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SLK-KlinikenHeilbronns Bürgermeister will Aufsichtsrat nichts verheimlicht haben

Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach (parteilos) hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe dem Aufsichtsrat der in die Schlagzeilen geratenen SLK-Kliniken bewusst Informationen vorenthalten.

Himmelsbach, der Chef des Gremiums ist, hatte den Aufsichtsräten verschwiegen, dass im Frühjahr 2012 Anklage gegen Klinikmanager Thomas Jendges wegen bandenmäßigen Betrugs zu dessen Zeit als Geschäftsführer der DRK Kliniken Berlin erhoben worden war. Er habe nichts verheimlichen wollen, sagte der OB nun in Heilbronn. Nach eigenen Worten wollte Himmelsbach die Mitglieder informieren, wenn das Gericht die Anklage zugelassen hat. Dass Ermittlungen liefen, sei dem Gremium schon bekanntgewesen. Jendges selbst wollte sich am Donnerstag vor Journalisten nicht zu den Vorwürfen äußern. Ihm wird vorgeworfen, an den DRK Kliniken Berlin an 20 Fällen von Abrechnungsbetrug beteiligt gewesen sein. Der Aufsichtsrat der SLK-Kliniken Heilbronn nahm Jendges in Schutz. Für ihn gelte mit heutigem Stand die Unschuldsvermutung. Als Geschäftsführer der SLK-Kliniken habe man ihn als kompetenten, verantwortungsvollen und zuverlässigen Klinikmanager erlebt, hieß es in einer Mitteilung. Die Heilbronner SLK-Kliniken waren zum Jahresbeginn wegen zweier zwielichtiger Ärzte in die Kritik geraten.

Deutsche Stiftung Patientenschutz stellt Strafanzeige
Erst war bekanntgeworden, dass die Kliniken einen niederländischen Arzt beschäftigt hatten, der in seiner Heimat wegen schwerer Fehldiagnosen in den größten Medizinerprozess des Landes verwickelt ist. Später wurde öffentlich, dass ein zweiter Arzt an der zur SLK-Gruppe zählenden Klinik am Plattenwald in Bad Friedrichshall ohne gültige Approbation gearbeitet haben soll. Unterdessen stellte die Deutsche Stiftung Patientenschutz nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen Verantwortliche der SLK-Kliniken wegen gewerbsmäßigen Abrechnungsbetrug. Jendges bestätigte, dass es im Zusammenhang mit den niederländischen Arzt wohl einen Abrechnungsbetrug nach der Behandlung eines Privatpatienten gab.

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