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CharitéHells Angels als Streikbrecher

Die Gewerkschaft Verdi beschuldigt die Charité, Streikbrecher engagiert zu haben - darunter auch Mitglieder der Rockerbande Hells Angels.

Sie sollen Streikplakate abgerissen und Gewerkschaftler am Betreten der Klinik gehindert haben, berichtet die "Berliner Zeitung". Die Mitarbeiter des Dienstleistungsunternehmens CFM, eine Tochter der Charité, streiken seit mittlerweile acht Wochen für mehr Lohn.

In der Zeitung heißt es: "So wirft Verdi der Geschäftsführung vor, Leiharbeiter als Streikbrecher einzusetzen. Ziemlich ungewöhnlich daran ist, dass nach Informationen der Berliner Zeitung wohl auch Mitglieder der im kriminellen Milieu agierenden Motorradrockergang Hells Angels an der Charité im Einsatz sind. Sie arbeiten bei einer privaten Sicherheitsfirma, wie die Polizei auf Anfrage bestätigte, die von der CFM für den Gebäudeschutz engagiert wurde."

Diese Sicherheitsleute, die anfangs in Harley-Jacken aufgetaucht sein sollen, sind offenbar nicht zimperlich. "Sie reißen Streikplakate ab und hindern Gewerkschafter daran, die Klinik zu betreten", sagte Verdi-Sekretär Uwe Ostendorff der "Berliner Zeitung". Weiter berichtet das Blatt: "Verdi verlangt Tarifverträge für alle Beschäftigten sowie 168 Euro mehr im Monat. Doch CFM-Geschäftsführer Toralf Giebe sagt, die Gehälter seien branchenüblich, die Forderungen nicht bezahlbar. Dass Mitglieder der Hells Angels als Leiharbeiter tätig sein sollen, sei der CFM nicht bekannt. Um die medizinische Versorgung nicht zu beeinträchtigen, würden Gewerkschafter am Betreten der Stationen gehindert. Grundsätzlich sei der Einsatz von Leiharbeitern notwendig, um den Betrieb sicherzustellen. Auch finanziell sei dies kein Problem, da die Streikenden ihr Gehalt von Verdi beziehen. Nach deren Angaben ist die Streikkasse gut gefüllt. So kann der Ausstand noch eine Weile weitergehen."

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