Die städtischen Krankenhauskonzerne in Bremen und München sind keine Einzelfälle. Sie sind gemessen am Umsatz sehr groß und verfügen in ihrer Region auch über eine marktführende Stellung – gleichwohl steht ihnen das Wasser bis zum Hals und sie müssen drastische Maßnahmen ergreifen, um in Zukunft überleben zu können. Viele städtische Klinikkonzerne könnten sehr bald zu einem zweiten Offenbach werden. Das dortige Klinikum wurstelte lange vor sich hin, investierte mithilfe privater Geldgeber in einen Klinikneubau und musste Hals über Kopf verkauft werden, als die kommunalen Eigentümer – leider viel zu spät – bemerkten, dass der Plan des Managements, die investiven Aufwendungen nach der Inbetriebnahme des Neubaus im operativen Geschäft zu verdienen, nicht aufgehen konnte.
Tabellen und Zahlen in der kma-Aprilausgabe
Börsenexperte Hartmut Schmidt analysiert in der kma-Aprilausgabe die Ursachen für die Probleme und vergleicht Unternehmenszahlen städtischer Kliniken. So ist die Nettoverschuldung des Klinikums Offenbach in den Jahren 2011 und 2012 jeweils um mehr als 150 Prozent gewachsen, die der Bremer Gesundheit Nord um jeweils mehr als 70 Prozent und die des Klinikums Dortmund um jeweils etwa 40 Prozent. Die Verschuldung der krisengeschüttelten Kliniken in München blieb in dem Zeitraum dagegen nahezu unverändert und der Berliner Klinikkonzern Vivantes verzeichnete sogar einen moderaten Schuldenabbau. Weitere Zahlen von neun ausgewählten Kliniken, etwa zur Renditeentwicklung oder zum Umsatzwachstum, können Sie dem Bericht in der kma entnehmen.



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