Bisher war ein Jahresfehlbetrag von 6,5 Millionen erwartet worden. Die Klinik soll auf Druck des Landes nun kurzfristig neue Sparmaßnahmen erarbeiten.
Erst im Juli hatte das Land Sachsen-Anhalt der Klinik mit 1,5 Millionen Euro unter die Arme greifen müssen. Einen weiteren Zuschussbedarf zum Jahresende will Wissenschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) offenbar abwenden. Der Aufsichtsratschef erwarte nun weitgehende Vorschläge. "Man muss an allen Ecken und Enden gucken, die Kosten zu senken und die Einnahmen zu erhöhen", sagte er der Zeitung.
Halbe Millionen Verlust pro Monat
Die seit Jahren defizitäre Uniklinik hatte bereits 40 Vorschläge für Einsparungen und effizientere Abläufe erarbeitet. Nach MZ-Informationen wurden etwa der Wachschutz verringert und Liegenschaften geschlossen. Das genügt aber offenbar nicht. Die Uniklinik ist mit 2.850 Mitarbeitern und 500 Auszubildenden einer der größten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt. Jährlich werden hier rund 40.000 Patienten aufgenommen, doch die Bettenauslastung sei zu gering, resümiert das Blatt. Aktuell mache die Uniklinik gut eine Million Euro Verlust pro Monat.


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