In das Krankenhaus mit seinen 926 Betten flossen nach Angaben des Landes seit 1991 rund 390 Millionen Euro von Land und Bund. "Greifswald ist dank seiner Universität ein Leuchtturm in der Region Vorpommern. Die Uni hat eine große positive Wirkung, weil sie dafür sorgt, dass sich dort wissenschaftsnahe Unternehmen ansiedeln", sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD), der die Kanzlerin bei ihrem Besuch begleitet. Das Klinikum bezeichnete Sellering als Herzstück der Universität. Die Investitionen in den Neubau seien gut angelegt, betonte der Regierungschef.
Nach der Eröffnung des Diagnostikzentrums will Merkel das Zentrum für Arzneimittelforschung (Center of Drug Absorption and Transport) der Universität besuchen und sich dort über die Arbeit der Wissenschaftler informieren. In dem gemeinsam von Bund und Land für rund 17,6 Millionen Euro errichteten Zentrum erforschen Pharmakologen und Mikrobiologen Ursachen für die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten und entwickeln neue Therapieansätze.
Im rund 48 Millionen Euro teuren Diagnostikzentrum, das Merkel zuvor eröffnet, befinden sich Forschungslabore, das Institut für Medizinische Biochemie und Molekularbiologie, Spezialambulanzen und Funktionsräume. Das Gebäude war im Januar fertiggestellt worden und wird seitdem Schritt für Schritt bezogen.
Greifswald gehört mit der Bundestagswahl 2013 zu Merkels Wahlkreis. Nach der Wahlkreis-Reform gibt es seit diesem Jahr im Nordosten nur noch sechs Bundestagswahlkreise. Die 1456 gegründete Universität mit derzeit knapp 12.000 Studenten hat rund 6100 Mitarbeiter, darunter rund 4.500 in der Universitätsmedizin. Ende Mai hatte Merkel in ihrem Wahlkreis das Naturerbe-Zentrum Prora eröffnet.


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