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Klinikum WormsKartellamt stimmt Fusion mit Hochstift zu

Das Bundeskartellamt hat der geplanten Fusion des Klinikums Worms (555 Betten) mit dem evangelischen Krankenhaus Hochstift Worms zugestimmt. Damit kann das kommunale Krankenhaus das Agaplesion-Haus erwerben.

Beide Klinikträger hatten den Antrag beim Bundeskartellamt am 1. Oktober 2014 gestellt. Mit der einheitlichen Trägerschaft soll eine medizinische Gesamtkonzeption für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Worms umgesetzt werden. Noch im Jahr 2012 war ein entsprechender Antrag vom Kartellamt abgelehnt worden, weil die Behörde eine marktbeherrschende Stellung befürchtete. Nun wurde das Vorhaben neu bewertet und nach eingehender Prüfung eine erhebliche Behinderung des Wettbewerbs ausgeschlossen.

Nach Auffassung der Klinikträger überdachte die Behörde ihre ablehnende Haltung aufgrund der erheblichen Veränderungen im regionalen Klinikmarkt. So sind die beiden Wormser Krankenhäuser im Osten von Rheinland-Pfalz durch Konzentrationen im regionalen Krankenhausmarkt nun selbst stärkerem Wettbewerb ausgesetzt. Die starke Expansionskurs der benachbarten Uniklinik in Heidelberg sowie des Klinikums Mannheim setzen insbesondere dem Hochstift Worms (141 Betten) zu, was dort zu einem erheblichen Rückgang der Patientenzahlen geführt hat.

Für Klinikum-Geschäftsführer Friedrich Haas verbessert die Fusion die Marktposition des Wormser Klinikums erheblich. „Mit diesem Bescheid kann die ganzheitliche medizinische Versorgung der Stadt Worms und des Umlandes sowie die Arbeitsplätze langfristig gesichert werden”, sagt Haas.

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