Strehlau geht davon aus, dass Wiesbadens kommunales Krankenhaus zum 1. Januar 2011 mit den Städtischen Kliniken Offenbach fusionieren wird. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran", sagte Strehlau dem "Wiesbadener Kurier". Beide kommunalen Kliniken sind seit Jahren defizitär und wollen, im Verbund mit Partnern wirtschaftlicher arbeiten. Angestrebt ist, diesen Verbund auszuweiten: Möglichst um das Darmstädter kommunale Krankenhaus, vielleicht sogar um die Klinik Höchst, ebenfalls ein kommunales Haus. Im "Wiesbadener Kurier" heißt es weiter:
"Strehlau ist überzeugt, dass der Klinik-Verbund noch in diesem Jahr beschlossen werden kann. Er sieht in Offenbach allerdings die Problematik, dass die Entscheidung für die Fusion und für eine Erhöhung der Eigenkapitalquote um 30 Millionen Euro abhängig gemacht wird von der Zustimmung zu einem neuen Sanierungstarifvertrag, der zum Jahresende ausläuft. Bislang gibt es allerdings noch keine Verhandlungen über eine Verlängerung des Sanierungstarifvertrages. Eine vergleichbare Vereinbarung für die HSK endet zum 31. Dezember 2011. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat mit Skepsis auf eine Verlängerung dieser Vereinbarung reagiert. Strehlaus Mittelfristplanung geht allerdings davon aus, dass die Personalkosten auch weiterhin auf Basis eines Sanierungstarifvertrages gedämpft werden können. Andernfalls seien vergleichbare Maßnahmen vonnöten. Betriebsbedingte Kündigungen werde es zwar nicht geben, aber die HSK würden 'Rationalisierungsreserven' bergen, was dazu führe, 'dass wir mit weniger Mitarbeitern auskommen'. Durch Optimierung der Prozesse und Dienste sei es auch möglich, auf Ärzte zu verzichten. Darauf will Strehlau vor allem dann zurückkommen,wenn die HSK am Ende des Ärzte-Streiks mit einer Tariferhöhung kalkulieren müssen, deren Volumen eine bereits mit Verdi erzielte Vereinbarung übersteigt."




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