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Charité BerlinKlinikleitung sorgt sich um die Sicherheit der Patienten

Angesichts des bevorstehenden Streiks der Pflegekräfte an der Berliner Charité ab dem kommenden Montag sorgt sich die Charité-Leitung um die Sicherheit der Patienten und beantragt eine einstweilige Verfügung gegen den Streik.

Normalerweise beschwichtigen Klinikleitungen, wenn Mitarbeiter streiken, nach dem Motto: "Wir haben alles im Griff". Die Charité leutet dagegen die Alarmglocken. Nicht nur die Sicherheit der Patienten auch die Versorgung in Berlin und Brandenburg seien durch den Verdi-Streik gefährdet, warnt die Berliner Uniklinik. Daher habe man sich entschlossen, gegen den angekündigten Streik eine einstweilige Verfügung beim Berliner Arbeitsgericht zu beantragen.

Begründet wird dieser Schritt mit dem unverhältnismäßigen Ausmaß des breit angelegten Streiks: Insgesamt sollen laut Verdi-Ankündigung allein 113 Intensivbetten sowie rund 800 Betten in allen Fachbereichen geschlossen werden. In der Gesamtheit entspricht dies fast einem Drittel aller Charité-Betten. Dieses Ausmaß an Bettenschließungen könne nicht von anderen Berliner Krankenhäusern ausgeglichen werden. Konkret heißt das ab kommendem Montag: Geplante Operationen und Untersuchungen, die nicht dringlich notwendig sind, können nicht stattfinden.

Eine Realisierung der Forderungen von Verdi würde für die Charité 600 zusätzliche Stellen im Pflegebereich und Kosten von bis zu 36 Millionen Euro bedeuten, erklärt das Klinikunternehmen in einer Stellungnahme.

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