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PositivtrendKlinikum Darmstadt 2019 weiter im Plus

Zum dritten Mal in Folge kann das Klinikum Darmstadt eine positive Jahresbilanz vorweisen. Das hessische Krankenhaus schließt 2019 mit rund 5 Millionen Euro ab und erwirtschaftete ein Plus von rund einer Million Euro.

Clemens Maurer, Nawid Khaladj
Klinikum Darmstadt

v.l. Clemens Maurer, kaufmännischer Geschäftsführer, und Prof. Dr. Nawid Khaladj, medizinischer Geschäftsführer am Klinikum Darmstadt.

Der Gesamtumsatzerlös des Konzerns lag in 2019 bei 243 Millionen Euro, ein Plus von 8 Millionen Euro im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018. Das Klinikum Darmstadt alleine erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 232 Millionen Euro (2018 bei 217 Millionen Euro – das entspricht einem Plus von 2,8 Prozent). Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei 9,2 Millionen Euro, die EBIT-Marge bei 3,77 Prozent. EBITDA, der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände betrug 14,0 Millionen Euro, die EBITDA-Marge lag bei 5,72 Prozent. Das führte zu dem Jahresergebnis des Klinikums von 5,115 Millionen Euro (nach Steuern).

Im Jahr 2019 hat das Klinikum Darmstadt 106 611 ambulante und 41 325 stationäre Patientinnen und Patienten (ohne Psychosomatik) in seinen 21 Kliniken und Instituten versorgt (im Vergleich Zahlen von 2018: 105 081 ambulant und 40 057 stationär). Ein Meilenstein für die Behandlung von Patienten war die Eröffnung des Hubschrauberlandeplatzes mit dem Erstanflug am 18. April 2019.

Neustrukturierung Marienhospital Darmstadt und Akademie-Gründung

Im März 2019 hatte der Aufsichtsrat der Klinikum Darmstadt GmbH die Neustrukturierung des Marienhospitals Darmstadt sowie die Verlagerung der bestehenden medizinischen Abteilungen ins Klinikum und die Übernahme aller Mitarbeitenden beschlossen. Der Standort Marienhospital bleibt nach Sanierung und Umbaumaßnahmen künftig mit neuem Nutzungskonzept erhalten: Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zieht im Dezember dort ein. Zudem soll dort eine neurologische Frührehabilitation angesiedelt werden.

Für die Mitarbeitenden konnten in 2019 viele Vorteile erreicht werden. Das Klinikum hat sich neu als Lehrkrankenhaus der Pflege aufgestellt - zusammen mit der kooperierenden FOM Hochschule Frankfurt. Zudem wurde eine hauseigene Akademie gegründet, die es sich insbesondere zum Ziel gesetzt hat  lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle zu berücksichtigen sowie Beruf und Familie zu vereinbaren.

Zentraler Neubau im Zeit- und Kostenplan

Der Zentrale Neubau (ZNB) des Klinikums soll budget- und termingerecht fertiggestellt werden. Ende 2020 wird das Klinikum Darmstadt am Standort Grafenstraße bis zu 1 000 Betten überwiegend in Einzel- und Doppelzimmern und in einem von innen heraus entwickelten, weitgehend digitalen Krankenhaus der kurzen Wege vorhalten. Der Neubau verfügt zudem über weitere sechs neue Operationsräume, die die bestehenden acht OP-, zwei Uro-OP- und drei ambulante OP-Säle ergänzen (gesamt 19 OP-Säle), unter anderem mit einem intraoperativen CT, über Eingriffs- und Behandlungsräume, über eine neue Zentrale Notaufnahme, über sieben neue Kreißsäle und zwei neue Sectio-OP sowie neue Wochenstationen.

Das umfangreiche Vorhaben zieht notwendige Investitionen nach sich. So werden bis Ende 2020 in den Standort und in die Errichtung des Zentralen Neubaus, des Hubschrauberlandeplatzes und der Apotheke 244 Millionen Euro investiert. Bis 2021 fließen allein 19 Millionen Euro in bewegliches Inventar: Darunter 5,8 Millionen Euro für IT, 5,5 Millionen Euro für Medizintechnik und 5 Millionen Euro für Gebäudetechnik.

Jahr 2020 geprägt durch Corona

„Um die Finanzierung des Zentralen Neubaus und die Investitionen in Bestandsbauten, Medizintechnik und IT sicherzustellen, sind die weitere Umsetzung des Businessplans und moderate Leistungssteigerungen zwingende Voraussetzung. Das Jahr 2020 ist aber vor allem von Corona bestimmt – die finanziellen Auswirkungen sind überhaupt noch nicht absehbar“, erläutert der kaufmännische Geschäftsführer Clemens Maurer.

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