Arbeitstreffen

Klinikum Nürnberg stellt neuen Ansatz für das Medizinstudium vor

Das Medizinstudium soll zukünftig stärker an den Bedürfnissen der PatientInnen und den Erfordernissen der Gesellschaft ausgerichtet werden und die Arzt-Patienten-Kommunikation dabei ein besonderes Augenmerk erhalten.

Foto: flickr.com/sebadorn

Symbolfoto

Am 20. und 21. Juni fand im Klinikum Nürnberg ein Arbeitstreffen mit über 100 ExpertInnen von medizinischen Fakultäten, Universitäten, Verbänden und Studierenden statt zum Thema „Masterplan Medizinstudium 2020: Kommunikative und interprofessionelle Kompetenzen in Lehre und Prüfung stärken“. Veranstalter waren das Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) aus Mainz und der Bereich Bildung und Wissenschaft im Klinikum Nürnberg.

Auf der Nürnberger Tagung wurden jetzt wichtige Weichen für die Stärkung der kommunikativen und interprofessionellen Kompetenzen in Lehre und Prüfung gestellt. Das IMPP, bundesweit zentral zuständig für die Entwicklung und Durchführung medizinischer Staatsexamen, hat nicht ohne Grund das Klinikum Nürnberg als Veranstaltungsort gewählt.

Hier findet ein in Deutschland bislang einmaliges interprofessionelles Lehrprojekt statt. Studierende der Medizin am Nürnberger Standort der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, Studierende im Studiengang Pflege-Dual der Evangelischen Hochschule Nürnberg und SchülerInnen der Krankenpflegeschule des Klinikums Nürnberg absolvieren binnen drei Jahren regelhaft ein gemeinsames interprofessionelles Curriculum mit den Themen Fehlerkultur, Notfallversorgung,Ethik, Wundmanagement, Anamnese/Übergabe oder Überbringen schlechter Nachrichten.

Pilotimplementierung an vier Standort 

Das Bundesministerium für Gesundheit und die Robert Bosch-Stiftung fördern die stärkere Ausrichtung auf kommunikative und interprofessionelle Aspekte in Lehre und Prüfung im Medizinstudium sowie den anderen Gesundheits- und Heilberufen.

Die Entwicklung eines „Mustercurriculums für Interprofessionelle Zusammenarbeit und Kommunikation“ unter Federführung des Instituts für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Heidelberg, der Universität Bremen und der Charité – Universitätsmedizin Berlin leistet einen wesentlichen Beitrag dazu und wird von der Robert Bosch-Stiftung gefördert.

Das Bundesministerium für Gesundheit fördert zudem die Pilotimplementierung des Mustercurriculums für Arzt-Patient-Kommunikation an den vier Standorten Hamburg, Heidelberg, Mainz und Magdeburg sowie die Entwicklung der Prüfungsformate und-aufgaben zur Überprüfung kommunikativer Kompetenzen im Staatsexamen.

  • Schlagwörter:
  • Interprofessionelle Zusammenarbeit
  • Studium
  • Klinikum Nürnberg
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