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Green HospitalKlinikum Osnabrück bekommt neues Versorgungs- und Rehazentrum

Mit seinem „Masterplan 3.0“ will sich das Klinikum Osnabrück in den kommenden Jahren zu einem „Green Hospital“ entwickeln. Nun wurde das Entwurfsmodell für ein neues Rehabilitations- und Versorgungszentrum vorgestellt.

Versorgungs- und Rehazentrum Osnabrück
Klinikum Osnabrück

Ein Blick auf die neu entstehende Rehabilitationseinrichtung des Klinikums Osnabrück.

Das niedersächsische Klinikum Osnabrück hat den nächsten Meilenstein auf dem Weg zum „Green Hospital“ genommen. Die Geschäftsführer präsentierten im zusammen mit dem Architektenbüro Nickl und Partner das Entwurfsmodell für ein neues Rehabilitations- und Versorgungszentrum. Der Neubau des kombinierten Gebäudekomplexes soll auf dem nördlichen Medizin-Campus entstehen. Der Baubeginn wird voraussichtlich Ende 2023 erfolgen. Bis zur Fertigstellung ist eine Bauzeit von 30 bis 36 Monaten vorgesehen.

Im Versorgungszentrum werden Küche, zentrale Logistik-/Lagerbereiche und das Zentrallabor des Krankenhauses angesiedelt. Geplant sei, die derzeitigen Räumlichkeiten dieser Bereiche zukünftig den medizinischen Funktionsbereichen, also den medizinischen Abteilungen, für Untersuchungen und Behandlungen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise entstehen zusätzliche Kapazitäten für Untersuchungs- und Behandlungsräume u.a. für die Radiologie, Kardiologie, Urologie und Gastroenterologie in der Nähe des zentralen OP-Trakts im Hauptgebäude.

Ebenso sieht die Planung vor, eine Rehabilitationseinrichtung für ambulante, stationäre und auch poststationäre Therapien mit rund 200 Betten zu errichten, um die ganzheitliche Versorgung an einem Standort zu gewährleisten. Weiterhin soll ein Geschoss als Ausweich-Pflegebereich mit 120 Betten entstehen, welches u.a. ein Querschnittszentrum und eine Intermediate-Care-Abteilung umfasst.

Ein Bau, zwei abgegrenzte Gebäudeteile

Der Bau besteht aus zwei getrennten Gebäudeteilen, die sowohl ober- als auch unterirdisch miteinander verbunden sind. Neben einem drei- bis sechsgeschossigen Gebäude für die neuen Reha- und Pflegebereiche wird als getrennter „Baustein“ das Versorgungszentrum mit der Küche, den Logistik-/Lagerbereichen und dem Zentrallabor errichtet. Das Versorgungszentrum soll in einem rechteckigem Gebäude mit einem großen Lichthof im Mittelteil unterkommen, der Helligkeit auch ins Untergeschoss fallen lässt. Der größere Bau für die medizinischen Abteilungen wiederholt diese Form: Er setzt sich aus mehreren solcher rechteckigen Ebenen zusammen, die gestaffelt bzw. versetzt übereinander gebaut werden.

Wie Architekt Christoph Gatermann erläuterte, sind die Gebäudeebenen ebenfalls mit Innenhöfen versehen, durch die bis ins Untergeschoss für ausreichend Tageslicht gesorgt ist. Damit sich die Gebäude in die grüne Umgebung einpassen, wird viel Holz und Glas zum Einsatz kommen.

Das Gebäude wird auf der zurzeit noch als Parkplatz genutzten Fläche zwischen dem Zentrum für Neuromedizin und Geriatrie (ZNG) und der Kleingartenanlage errichtet. Nach Angaben von Küster wird es nicht höher als der vor einigen Jahren neu errichtete Anbau. Ans ZNG und die bestehenden Gebäude des Klinikums wird der Neubau mit einer Brücke und unterirdisch angebunden.

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