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Klinikum OsnabrückMit dem Masterplan 3.0 zur Klimaneutralität

Das Klinikum Osnabrück soll sich in den nächsten Jahren schrittweise zu einem „Green Hospital“ entwickeln. Ein eigenes Wasserstoffkraftwerk soll 2027 in Betrieb genommen werden.

Klinikum Osnabrück
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Klimaneutrale und emissionsfreie Zukunft sieht Geschäftsführer Rudolf Küster für das Klinikum Osnabrück vor: in den nächsten Jahren soll sich das Krankenhaus zu einem „Green Hospital“ entwickeln. Dem „Masterplan 3.0“ zufolge soll unter anderem ein Wasserstoffkraftwerk auf dem Finkenhügel entstehen, in dem nur aus Sonne und anderen regenerativen Quellen genug klimaneutraler Strom für das Krankenhaus und alle weiteren Gebäude und Anlagen des Medizin-Campus produziert wird.

„Mit der Anlage können wir uns komplett von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas verabschieden“, sagt Küster. „Wir werden dadurch komplett CO2-frei und können darüber hinaus noch sauberen Strom ins Netz einspeisen und so zum Ausbau der dezentralen Energieversorgung beitragen.“ Das Kraftwerk werde so ausgelegt, so Küster, dass es Teile der neu entstehenden Quartiere am Medizin-Campus mitversorgen könne. Nebenbei werde auch geprüft, ob in der Anlage auch der Sauerstoff für den medizinischen Bedarf selbst hergestellt werden kann. 

Küster geht davon aus, dass die Anlage innerhalb von fünf bis sechs Jahren entstehen wird und 2027 in Betrieb genommen werden kann. Die Energie für die Wasserstoffproduktion soll zum Teil auch mit einer Photovoltaikanlage gewonnen werden, die auf den Dächern der Gebäude installiert wird. Vorgesehen ist, dass das Wasserstoffkraftwerk im Untergeschoss des neu entstehenden Parkhauses Nord eingerichtet wird. 

Wie der Geschäftsführer verdeutlicht, geht das Konzept „Green Hospital“ weit über den Bau des innovativen Kraftwerks hinaus. Es bildet die Leitlinie für die künftige Entwicklung des Klinikums und alle weiteren Pläne für den Finkenhügel. „Wir haben im Masterplan 3.0 festgelegt, dass sich das Klinikum und der Campus klimaneutral weiter entwickeln sollen. Dazu werden wir uns in allen Bereichen umstellen – von der Energieversorgung über Baustoffe für neue Gebäude bis hin zum Einkauf und den Verbrauchsmaterialien.“ Ziel sei es, dass der kleinstmögliche ökologische Fußabdruck hinterlassen wird, der denkbar ist.

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