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Frankfurt-Main-TaunusKlinikverbund Varisano häuft Verluste von 160 Millionen Euro an

Die drei Kliniken des Varisano-Verbundes werden bis 2028 ein Defizit von fast 160 Millionen Euro erwirtschaften. Allein das Klinikum Frankfurt Höchst braucht bis Ende 2024 rund 47 Millionen. Die Gesellschafter steuern jetzt gegen.

Neubau Varisano-Klinikum Frankfurt Höchst
Andreas Schlote/Varisano-Klinikum Frankfurt Höchst
Blick zum Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Klinikums Frankfurt Höchst.

Der Titel der Vorlage für den Magistrat der Stadt Frankfurt klingt dramatisch, und die Zahlen, die sie enthält, sind es auch: Unter „Sicherung des Fortbestandes der Kliniken Frankfurt-Main-Taunus GmbH“ geht es um viele Millionen Euro. Demnach werden die Krankenhäuser von 2024 bis 2028 Verluste von bis zu fast 160 Millionen Euro anhäufen.

Das gewaltige Loch dauernd auszugleichen, führe „die Gesellschafter an und möglicherweise über ihre Grenzen“, heißt es. Daher sei ein Restrukturierungskonzept erforderlich, das im Rahmen der Fortschreibung des Konsortialvertrages zu erstellen sei. Die Gesellschafter, das sind die Stadt Frankfurt und der Main-Taunus-Kreis. Sie tragen den Klinikverbund Varisano, zu dem neben dem Klinikum Frankfurt-Höchst auch Krankenhäuser in Hofheim und Bad Soden gehören.

Konsortialvertrag muss warten

Die Verhandlungen über besagten Konsortialvertrag sind derzeit allerdings unterbrochen. Bislang sollte die Vorlage der Fortschreibung bis zum 31. Dezember 2023 fertig sein, doch dieser Termin werde voraussichtlich nicht eingehalten. Auf einen neuen Zeitrahmen müssen sich die Gesellschafter noch einigen.

Aktuell liegt ihr Fokus ohnehin auf der kurzfristigen Unternehmenssicherung. Demnach müssen Stadt und Kreis ihren Kliniken bis Ende 2024 insgesamt rund 90,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Allein die Stadt Frankfurt will für die Klinikum Frankfurt Höchst GmbH deshalb in diesem Jahr zunächst neun Millionen Euro zuschießen, um die Verluste des Vorjahres auszugleichen. Weitere 38,3 Millionen Euro für den kurzfristigen Liquiditätsbedarf und den Verlustausgleich 2023 sollen in ihre Haushaltsplanung eingestellt werden. Der Main-Taunus-Kreis hat bereits einer Zahlung von acht Millionen Euro als Verlustausgleich zugestimmt.

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