
Die Kliniken werden die im eigenen Wirtschaftsplan vorgesehenen Ergebnisse nicht erreichen, heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung. Auch das Betriebs- und Jahresergebnis liege unter Erwartung. Die bisher vorliegenden Hochrechnungen seien allerdings noch nicht valide genug, um eine verlässliche Zahl zu nennen.
Wie hoch das Minus letztendlich ist, stehe erst fest, wenn im Frühsommer der Jahresabschluss veröffentlicht wird, so die Mitteilung weiter. Konkreter wird die lokale Tageszeitung: Ein nicht öffentlicher Bericht der Geschäftsführung, der die Ertragslage bis November 2017 ausweist und dem „Kölner Stadtanzeiger“ vorliege, berechnet für die Kliniken ein Minus von acht Millionen Euro – 4,1 Millionen mehr als geplant.
Geschäftsführung begegnet Vorwürfen der Insolvenzverschleppung
Neben gesunkenen Patientenzahlen infolge des Pflegekräftemangels und einer möglichen Anpassung des Beteiligungs-Buchwerts für das Tochterunternehmen Rehanova, das ebenfalls Verluste schreibt, nennen die städtischen Kliniken Köln Wertberichtigungen von Forderungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) als Gründe für die Finanzkrise. Diese Forderungsausfälle liegen laut der Kölner Lokalzeitung bei bis zu 19 Millionen Euro.
Um Vorwürfen einer strafbaren Insolvenzverschleppung zu begegnen, habe die Geschäftsführung demnach vorsorglich einen Fachanwalt für Insolvenzrecht eingeschaltet. Nach eigenen Angaben überprüfen die Kliniken zudem ihre Vermögenswerte. „Der tatsächliche Wert der Kliniken Köln ist höher als die Bilanz ausweist“, unterstreicht die Geschäftsführung.





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