Regiomed

Kommunen müssen Millionen für Südthüringer Kliniken zahlen

Der angeschlagene Südthüringer Klinikverbund Regiomed soll mit rund 40 Millionen Euro unterstützt werden. Das Geld müssten die vier kommunalen Gesellschafter zuschießen, berichtete der MDR Thüringen am Mittwochabend unter Berufung auf Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke.

Regiomed-Kliniken

Foto: Regiomed

Dabei handele es sich um die thüringischen Landkreise Sonneberg und Hildburghausen, den Kreis Lichtenfels in Bayern und die Stadt Coburg (ebenfalls Bayern). Die Klinik bestätigte, dass etwa zehn Millionen Euro als Brückenfinanzierung und 30 Millionen Euro als Eigenkapitalerhöhung benötigt würden. Der Zweckverband Coburg habe bereits sieben Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

In 2019 wird mit 15 Millionen Euro Minus gerechnet

Der MDR berichtete weiter, der Kreistag in Lichtenfels hätte den Weg für den Zuschuss bereits freigemacht. In Hildburghausen solle darüber am 14. August und im Sonneberger Kreistag am 29. August entschieden werden. Die Kommunen hatten bereits angekündigt, Geld zuzuschießen.

Der länderübergreifende Klinikverbund hatte Anfang Juli informiert, dass der Jahresabschluss für 2018 einen Verlust von etwa 22 Millionen Euro ausweisen werde. Genaue Zahlen sollen im September vorgelegt werden. Laut MDR sagte Schmidtke, in den letzten Jahren sei zu wenig auf Geld geachtet worden. 2019 wird mit einem Minus von knapp 15 Millionen Euro gerechnet.

Zu Regiomed gehören Kliniken und Rehabilitation-Einrichtungen in Coburg, Hildburghausen, Lichtenfels, Masserberg, Neustadt, Sonneberg und Neuhaus am Rennweg. Nach eigenen Angaben versorgt der Klinikverbund jährlich rund 67 000 Patienten stationär und etwa 85 000 ambulant.

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