Aufsichtsratssitzung

Finanzielle Herausforderungen für Regiomed

Die Regiomed-Kliniken GmbH hat ein Mitteilung zu ihrer 61. Aufsichtsratssitzung veröffentlicht, in der sie sich zur aktuellen finanziellen Lage, sowie auch zur Strafanzeige gegen den ehemaligen Geschäftsführer Joachim Bovelet äußert.

Regiomed-Kliniken

Foto: Regiomed

Der regionale Gesundheitsverbund Regiomed-Kliniken GmbH steht aktuell vor finanziellen Herausforderungen. Und auch deutschlandweit sehen sich immer mehr Kliniken schwierigeren Aufgaben gegenüber: Die weitere Verlagerung von stationären Leistungen in den ambulanten Bereich, die Forderung von Mindestmengen, die Fokussierung der Krankenhausplanung auf Vorgaben zur Strukturqualität und insbesondere der durch Fördermittel nicht mehr gedeckte Investitionsbedarf.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Geschäftsführung des Gesundheitsverbundes bekennen sich zu diesem kommunalen Unternehmen und den 5400 Beschäftigten. Trotz der herausfordernden Situation sehen sie das Potenzial, die Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen zu heben, so dass das Unternehmen sich voraussichtlich selbständig aus der angespannten Finanzlage befreien kann. Künftig werden eine schnellere und konsequentere Entscheidungsfindung, klarere Verantwortlichkeiten, eine direktere und offenere Kommunikation sowie die Einbindung der Mitarbeiter die Unternehmenskultur bei Regiomed prägen. Ein strategisch ausgerichtetes Entwicklungsprogramm wird derzeit umgesetzt.

Bei der Staatsanwaltschaft Coburg ist eine Strafanzeige u.a. wegen des Verdachts der Untreue gegen einen ehemaligen Geschäftsführer der Regiomed eingegangen.

Der Aufsichtsrat hatte bereits einige Monate vor der Strafanzeige ein unabhängiges Strategie- und Kontrollgremium damit beauftragt, Unternehmensentscheidungen in der Vergangenheit auf mögliche Unregelmäßigkeiten zu prüfen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat eine externe Rechtsanwaltskanzlei beauftragt, eine unabhängige interne Untersuchung durchzuführen, um mögliche Pflichtverletzungen vollständig aufzuklären. Die interne Untersuchung dauert noch an. Regiomed wird alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen und mit der Staatsanwaltschaft kooperieren sowie die behördlichen Ermittlungen unterstützen.

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