Bilanz

Konzernumsatz bei Maternus-Kliniken gesunken

Die Maternus-Kliniken AG hat das Geschäftsjahr 2018 bei einem Konzernumsatz von 124,3 Mio. EUR (Vorjahr: 127,1 Mio. EUR) und trotz Verschlechterung der operativen Kennzahlen mit einem Ergebnis (EAT) nach Steuern und Ergebnisanteil anderer Gesellschafter von -1,6 Mio. EUR auf Niveau des Vorjahres abgeschlossen.

Taschenrechner mit Holzhaus

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Die Kapazität im Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2018 auf durchschnittlich 3834 Betten nach im Vorjahr 4057 Betten reduziert. Die Absenkung der Kapazität beruht zum einen auf der Umsetzung der Einzelzimmervorgaben des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) in Nordrhein-Westfalen (NRW) zum 1. August 2018. Zum anderen ergab eine Überprüfung in den beiden Rehabilitationskliniken, dass unter Berücksichtigung der technischen und strukturellen Voraussetzungen heute maximal 790 Patienten und Begleitpersonen statt ursprünglich 965 Personen versorgt werden können.

Die durchschnittliche Konzernauslastung ist im Geschäftsjahr 2018 um 70 Betten auf 81,7 Prozent zurückgegangen.

Im Rahmen der zum Halbjahr 2018 angepassten Umsatzprognose erreichte das Segment Pflege mit 97,0 Mio. EUR das gute Niveau des Vorjahres, während im Segment Rehabilitation die Umsätze deutlich auf 27,4 Mio. EUR (Vorjahr: 29,7 Mio. EUR) zurückgingen.

Aufwendungen bleiben auf Vorjahresniveau

Dem standen im Geschäftsjahr 2018 insgesamt Aufwendungen auf Vorjahresniveau gegenüber. Auf Konzernebene ergaben sich bei einem auf 21,4 Mio. EUR (Vorjahr: 21,8 Mio. EUR) verringerten Materialaufwand und einem leicht auf 73,3 Mio. EUR (Vorjahr: 72,9 Mio. EUR) angestiegenen Personalaufwand nur geringfügige Veränderungen.

Im Segment Pflege haben die weitere Anhebung des Pflegemindestlohnes, Gehaltsanpassungen für Fachpersonal sowie neue Arbeitgeberrichtlinien zu einem Anstieg der Personalaufwendungen um 2,2 Prozent bzw. 1,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 geführt. Ferner wurden zur Erfüllung der Personalvorgaben offene Fachkraftstellen mit entsprechendem Fremdpersonal besetzt. Die entsprechenden Aufwendungen sind daher um 0,9 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR in der Pflege angestiegen. Aufgrund geringerer Fallzahlen haben sich sowohl die Personal- als auch Materialaufwendungen im Segment Rehabilitation sehr deutlich um 1,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018 reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern haben sich leicht auf 27,7 Mio. EUR (Vorjahr: 27,9 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2018 verringert.

Höhere Abschreibungen auf Finanzierungsleasingverträge aufgrund von Vertragsabschlüssen und einer Vertragsverlängerung haben dazu geführt, dass die Abschreibungen im Konzern auf 5,6 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) gestiegen sind.

Ergebnis hat sich reduziert

Entsprechend hat sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 11,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,4 Mio. EUR reduziert. Nach Abschreibungen und unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses hat sich das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) deutlich verschlechtert. So ist nach einem EBT von 0,9 Mio. EUR im Vorjahr im Geschäftsjahr 2018 ein Verlust (EBT) von -2,7 Mio. EUR im Konzern entstanden. Die Aktivierung latenter Ertragsteuern auf Verlustvorträge im Konzern hat dazu geführt, dass der Verlust nach Steuern (EAT) mit -1,6 Mio. EUR im Konzern auf Niveau des Vorjahres liegt.

Vielfältige Maßnahmen zur Stärkung des operativen Geschäftes in 2019 Im zweiten Halbjahr 2018 wurden diverse Schritte zur Stabilisierung der Belegung in den beiden Rehabilitationskliniken Bad Oeynhausen und Cham unternommen - mit Erfolg: Ende des ersten Quartales 2019 weist die Belegungskurve in Bad Oeynhausen einen deutlichen Anstieg auf und auch Cham hat sich erwartungsgemäß entwickelt. Die Behandlung zusätzlicher Patientengruppen soll künftig die Belegung weiter verbessern. Hierfür prüft Maternus mit Unterstützung externer Berater eine sinnvolle Ergänzung des medizinischen Angebotes und eine Erweiterung der Behandlungsfelder. So soll in Cham die Onkologie durch die Hinzunahme der Entitäten Urologie, Gynäkologie und Hämatologie gestärkt werden. Daneben wurden die jährlichen Kostenträgerverhandlungen erfolgreich abgeschlossen. Auf Grundlage dieser Maßnahmen rechnet der Vorstand für 2019 mit einer Steigerung des Segmentumsatzes in der Rehabilitation um mindestens 2 Mio. EUR auf 29 Mio. EUR.

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