Dieses Urteil hat das Verwaltungsgericht Köln gefällt, berichtet der "General-Anzeiger". Die Klinik hatte das Land im September 2014 auf die Zahlung von 10,4 Millionen Euro verklagt, um die Sanierung und Erweiterung der Frühgeborenen-Abteilung und der pädiatrischen Kinder-Intensivmedizin zu bezahlen. Doch das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises bemängele die Frühgeborenen-Abteilung bereits seit einigen Jahren, weil bauliche Mängel zu bedenklichen Hygienezuständen führten, so die Zeitung. Um diese Missstände zu beheben, beantragte die Klinik 10,4 Millionen Euro Fördermittel, das Land lehnte aber ab, weil die Klinik bereits Baupauschalen von 640.000 Euro jährlich erhalte. Die Klinik klagte dagegen.
Das Gericht hat nun geurteilt, dass es der Kinderklinik zuzumuten ist, die notwendigen Baumaßnahmen aus den jährlich vom Land zugewiesenen Baupauschalen zu finanzieren. Zumal das Krankenhaus Teil des Hamburger Asklepios-Konzerns sei, der 100 Prozent der Geschäftsanteile halte und erhebliche Gewinne erziele. Laut Geschäftsbericht erwirtschaftete der Asklepios-Konzern im Jahr 2014 einen Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 330,4 Millionen Euro.


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